
Die Skulpturen wurden jetzt zur Eröffnung vor der "Galerie am Dom" installiert und sollen noch bis August hier stehen bleiben. Sowohl die Künstlerin als auch die Galeristen Jacqueline Wood und Michael Marks freuten sich über den nicht enden wollenden Strom der Besucher. Die "Galerie am Dom" ist bisher in Wetzlar und Frankfurt vor Ort, seit dem Wochenende nun auch offiziell in Gießen.

n Auch Unikate und Grafiken anderer zeitgenössischer Künstler zu sehen
Es sind Arbeiten aus allen "Epochen" der Künstlerin zu finden, die in den 60er Jahren in Kassel aufwuchs, und so in ihrer Ausbildung von Anfang an von der documenta begleitet wurde.
1980 schloss sie ihr Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Gießen mit einer Arbeit über den Dadaismus ab. Nach ihrem Start mit Malerei wendete sie sich in den 80er Jahren nach einem Stipendium in den USA verstärkt den großen Formaten und der Grafik zu, um schließlich mit ihren Skulpturen die dritte Dimension der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken.
Carin Grudda lebt und arbeitet in der ligurischen Gemeinde Lingueglietta und hat hier auch einen eindrucksvollen Skulpturenpark geschaffen, der im Sommer viele Besucher anlockt. Mit der Berufung zur 54. Kunstbiennale in Venedig 2011 erhielt die Künstlerin auch internationale Anerkennung.
In der Gießener Ausstellung findet sich zum Beispiel das kleine Brunnenmädchen mit dem Titel "Hier woanders", die auch der Ausstellung in Gießen ihren Namen gab. Oder die hübsche bronzefarbene Dame mit dem Krönchen auf dem Kopf "Ich manches mal" aus dem Jahr 2012, die zugleich durch ihre Anmut und Verschmitztheit bezaubert. An den Wänden sind verschiedenste Arbeiten zu finden, der "Herzbube" ist wie viele andere Objekte aus einem Brett der Gießerei gefertigt, dem die Zeit und die Umstände schon viele Risse zugefügt hatten, bevor das Werkstück überhaupt in die Hände der Künstlerin gelangte.
Direkt nebenan die Gemälde: Öl auf Holz, Öl auf Leinwand, verschiedene Formate. Gemeinsam ist allen Arbeiten ihre Ausstrahlung: Farbenfroh, kreativ und optimistisch.
Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Februar zu sehen. Neben den Werken von Carin Grudda sind eine große Auswahl an Unikaten und Grafiken zeitgenössischer Künstler zu finden.
Wie die Galerie am Dom in Wetzlar bietet die Außenstelle in Gießen auch Kunstberatungen, Restaurierungen und Einrahmungen. Die Galerie ist montags von 14 bis 18 Uhr sowie Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Informationen zur Galerie gibt es unter www.galerie-am-dom.de sowie zur Künstlerin: www.carin-grudda.de/install im Internet.







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