Erstmals 16 globale Hitzerekord-Monate in Folge

Experten rätseln über Ursache
Hitze in Spanien
51 Grad in Sevilla: Spanien war in diesem Jahr besonders von der Hitze betroffen. Foto: Julio Munoz

Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe im August um 0,92 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,6 Grad gelegen, teilte die NOAA mit. Damit übertraf der August 2016 den gleichen Monat des Vorjahres, der der bisherige Rekordhalter war, um 0,05 Grad Celsius.

Besonders warm war es nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) unter anderem in Nordamerika, Spanien, Großbritannien, Bahrain und Teilen Kanadas.

«Die Daten der vergangenen Monate sind überwiegend Ausdruck des Erwärmungstrends durch die menschengemachten Treibhausgase», sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf Anfrage. «Das Klimaphänomen El Niño hat da aber rund zwei Zehntel Grad drauf gelegt.»

Die globale Durchschnittstemperatur sollte eigentlich jedoch mit dem bereits zu Ende gegangenem El Niño wieder etwas sinken. «Warum sie derzeit weiter hoch geht, kann ich nicht erklären.» Einzelne Monatswerte könnten auch durch Zufälle des Wettergeschehens schwanken.

In den vergangenen zwei bis drei Jahren seien die Temperaturen besonders schnell gestiegen, ergänzt Rahmstorf. Das müsse aber nicht in dieser Geschwindigkeit weitergehen.

Schon 2014 und 2015 waren jeweils die wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn. Und die ersten acht Monate 2016 schließen daran an: Auch der Zeitraum Januar bis August 2016 war der wärmste je gemessene im Jahresvergleich.

Informationen der NOAA

Mitteilung


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