G9-Petition sorgt für Wirbel im Landtag

Landtagspräsident Kartmann lehnte persönliche Annahme ab

Umringt von Journalisten: Andreas Bartels, Sprecher der "Elterninitiative G9-Wahl.de", vor dem Landtag. (Foto: Dennis Weber)

Andreas Bartels, Sprecher der "Elterninitiative G9-Wahl.de", vor dem Landtag in Wiesbaden. (Foto: Dennis Weber)

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22000 Stimmen für G9

„Ich finde es sehr schade“, sagte der Sprecher der Initiative, Andreas Bartels. Die Eltern wollen, dass auch die jetzigen Fünft- und Sechstklässler von der acht- zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) zurückkehren können. Dies hat Kultusministerin Nicola Beer (FDP) ausgeschlossen. Anders sieht es übrigens beim sogannten "Schulversuch" aus, bei dem Gymnasien G8 und G9 parallel anbieten. Hier kommen auch Schüler der aktuell fünften und sechsten Klasse in den Genuss von G9.

Die Opposition kritisierte das Verhalten des Landtagpräsidenten scharf, da es sich um eine breit unterstützte Petition von großem öffentlichen Interesse handle. SPD und Grüne sowie Linkspartei stellten sich zugleich hinter die Forderung der Initiative.

Der Landtagspräsident müsse neutral sein, rechtfertigte Kartmann seine Ablehnung. Durch eine öffentliche Annahme im Landtag dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass eine Petition wichtiger sei als andere. „Das Petitionsrecht der Bürgerinnen und Bürger wird durch meine Entscheidung selbstverständlich nicht eingeschränkt“, sagte er. Auch sei es einzelnen Abgeordneten unbenommen, Petitionen direkt entgegenzunehmen.


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