PEN-Zentrum stark gefordert in politisch unruhigen Zeiten

Josef Haslinger
Josef Haslinger. Foto: Arne Dedert/Archiv

So habe die Flüchtlingskrise viele Menschen verunsichert. Davon versuchten nationalistische Parteien und Organisationen zu profitieren, warnte Haslinger. «Ich denke, dass der Anti-Islamismus und die entsprechende Diskriminierung in Europa größer sind als etwa in den USA.» Auch die Meinungsfreiheit sei in etlichen Ländern Europas bedroht, mahnte der 61 Jahre alte Autor. 

Ähnlich wie in seinem Heimatland, wo die rechtspopulistische FPÖ momentan einen starken Einfluss hat, gebe es etwa auch mit Blick auf Ungarn oder die Türkei große Sorgen. Gerade in der Türkei müssten kritische Schriftsteller und Journalisten mit Repressionen rechnen. Das deutsche PEN-Zentrum hatte jüngst den Hermann-Kesten-Preis an die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül als «mutige Kämpfer für Meinungsfreiheit und Demokratie» verliehen.


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