Penisse als Antisymbol der Macht im Kasseler Fridericianum

Ausstellung von Tetsumi Kudo
Das Kunstwerk von Tetsumi Kudo "La survivance de l'avant-garde" ist zu sehen. Foto: Swen Pförtner/Archiv

In Kudos Arbeiten werden Natur, Kultur und Technologie miteinander kurzgeschlossen. Er beschäftigte sich vor allem mit dem Einfluss von Technologie auf Mensch und Natur - Ausgangspunkt seiner Humanismuskritik war der Atombombenabwurf über Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg.

Zu sehen sind außer Penissen auch Gesichtshälften oder Hände in Käfigen, zusammen mit Schaltkreisen, die aus der Erde zu wachsen scheinen. Bei der Arbeit «Abgefüllter Humanismus» steckte Kudo Plastikpuppen wie Föten in Einmachgläser. Im Turm des Hauses werden zudem vier Filme der Künstlerin Loretta Fahrenholz gezeigt.

Die beiden Ausstellungen sind die vorerst letzten im Fridericianum, bevor 2017 die documenta 14 die Räume für die Weltkunstausstellung übernimmt. Pfeffer wird im kommenden Jahr den deutschen Beitrag auf der Biennale von Venedig 2017 kuratieren.

Fridericianum


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