Sonja Gerhardt: «Ich bin wahnsinnig neugierig»

«Jack the Ripper»
Sonja Gerhardt
Schauspielerin Sonja Gerhardt jagt in «Jack the Ripper» einen Frauenmörder. Foto: Jörg Carstensen

Jetzt ist sie in der Neuverfilmung einer schaurigen Geschichte zu sehen: «Jack the Ripper - Eine Frau jagt einen Mörder» an diesem Dienstag auf Sat.1. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur spricht sie über ihre neueste Rolle, die aufwendigen Dreharbeiten und über ihre Faszination für Rollen in historischen Filmen.

Frage: Was hat Sie an dem Buch zu «Jack the Ripper» interessiert?

Antwort: Mich hat fasziniert, dass die Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau erzählt wird. Das gab es bislang noch nicht. Anna Kosminski sucht in London Beweise für die Unschuld ihres Bruders, der als Serienmörder Jack the Ripper verurteilt wird. Dabei gerät sie selbst ins Visier des eigentlichen Mörders.

Frage: Anna wirkt sehr selbstbewusst, souverän und unerschrocken. Wehren kann sie sich auch. Wie sehen Sie sie?

Antwort: Anna ist eine toughe Frau, selbstbewusst, mutig und unerschrocken. Sie wurde von ihrem Vater, einem Polizeifotografen, sehr freigeistig erzogen. Was sie sich in den Kopf gesetzt hat, versucht sie auch mit allen Mitteln zu erreichen. Für die damalige Zeit ist das außergewöhnlich.

Frage: Wie haben Sie sich denn auf die Rolle vorbereitet?

Antwort: Neben den ursprünglichen, historischen Geschichten und alten Filmen habe ich auch im Internet recherchiert. Außerdem hatte ich viele ausführliche Gespräche mit unserem Regisseur, die mir bei der Vorbereitung auf meine Rolle sehr geholfen haben. Ich persönlich finde es immer wieder spannend - durch meinen Beruf als Schauspielerin -, in die unterschiedlichsten Epochen reisen zu dürfen. Ich bin wahnsinnig neugierig und freue mich, mehr über die damaligen Zeiten und gesellschaftlichen Hintergründe erfahren zu können.

Frage: Die Dreharbeiten waren vermutlich recht anstrengend und aufwendig.

Antwort: Die Kostüme wurden extra für uns genäht. Bis hin zu den Schößchen ist alles detailgetreu. Wir haben in einem ziemlich heißen Sommer gedreht, entsprechend warm wurde es unter den mehrschichtigen Kleidern. Aber diese Zeitreise hat unheimlich viel Spaß gemacht.

Frage: Welche Filmprojekte stehen demnächst an?

Antwort: Ich werde in zwei weiteren historischen Filmen zu sehen sein. Zum einen in der Fortsetzung von «Ku'damm 56» (ZDF), die dann drei Jahre später spielen wird. Und zum anderen in einem weiteren Dreiteiler, «Honigfrauen» (ZDF). Der spielt im Jahr 1986 und handelt von zwei Schwestern aus der DDR, die zum ersten Mal Urlaub in Ungarn machen und dabei unter Beobachtung der Stasi stehen. Spannende Themen!

ZUR PERSON: Sonja Gerhardt (27) wurde am 2. April 1989 in Berlin geboren. Sie tanzte elf Jahre lang im Kinderensemble des Berliner Revuetheaters Friedrichstadt-Palast und war von 2006 bis 2007 in der Telenovela «Schmetterlinge im Bauch» (Sat.1) zu sehen. 2009 spielte sie die Melanie in «Die Wilden Hühner und das Leben» sowie die Paula in «Vulkan». Zuletzt sah man Gerhardt in einer der Titelrollen der Märchenverfilmung «Schneeweißchen und Rosenrot» (ARD), in der Serie «Deutschland '83» (RTL) und in dem Dreiteiler «Ku'damm 56» (ZDF).


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