Viessmann investiert 1,4 Millionen

MODELLBAU Unternehmen baut eine neue 1800 Quadratmeter große Logistikhalle

Geschäftsführer Wieland Viessmann vor der neuen Logistikhalle der Firma Viessmann Modellspielwaren in Reddighausen. Hier sollen Artikel wie das Kibri-Modell des Bonner Bahnhofs gelagert werden. (Foto: privat)

Foto: red

Am Viessmann-Stammsitz in Reddighausen baut das Unternehmen eine neue Logistikhalle. (Foto: privat)

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Seit der Firmengründung im Jahr 1988 stellt die Viessmann Modellspielwaren GmbH innovatives und hochwertiges Elektronikzubehör für Miniatureisenbahnen her: Signale, Beleuchtung und eine Vielzahl an weiteren Technikprodukten stehen bei Modellbaufans in aller Welt. Das Unternehmen aus Nordhessen hat mehrere Patente angemeldet.

Viessmann übernimmt die beiden Hersteller Kibri und Vollmer

Im Jahr 2010 erschloss sich die Firma neue Kundengruppen: Firmenchef Wieland Viessmann übernahm die Markenrechte von Kibri, einem traditionsreichen Hersteller von Modellhäusern, Miniaturfahrzeugen und weiterem Modellbahnzubehör. Seit 2014 besitzt das Reddighäuser Unternehmen zudem die Rechte an Vollmer, ebenfalls ein Hersteller von Modellbausätzen mit einer großen Fangemeinde. Die Artikel der beiden Marken werden in den Viessmann-Produktionsstätten in Ungarn und Rumänien hergestellt.

Die bestehende, im Jahr 2000 eröffnete Lagerhalle reicht deshalb schon länger nicht mehr aus. Viessmann musste eine zusätzliche Halle im Nachbarort Hatzfeld anmieten und errichtete außerdem eine provisorische Leichtbauhalle auf dem Firmengelände in Reddighausen. "Das Auftragsaufkommen ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, wir beliefern immer mehr Kunden", sagt Wieland Viessmann. Auch im abgelaufenen Jahr habe das Unternehmen den Absatz deutlich steigern können. "Hinzu kommt, dass die Bausätze von Vollmer und kibri mehr Lagerfläche benötigen als die Viessmann-Produkte."

Mit den drei Marken produziert Viessmann mehr als 2700 verschiedene Artikel und benötigt dafür über 10 000 Werkzeuge. Inklusive Rohmaterialien und Zukaufteilen müssen im Warenwirtschaftssystem etwa 70 000 Teile verwaltet werden - ein gewaltiger logistischer Aufwand.

Im Sommer 2016 soll die neue große Logistikhalle mit 1800 Quadratmetern Nutzfläche laut Aussage des Unternehmens in Betrieb genommen werden. Außenwände und Dach sind fertiggestellt, in den nächsten Monaten folgen Fenster, Fußboden, Innenausbau und die technische Ausstattung.

Computergesteuerte Abläufe ermöglichen Effizienz und Schnelligkeit bei der Auslieferung der Pakete an Fachhändler in der ganzen Welt. Das Gebäude schließt an das bestehende Lager an. Wieland Viessmann legte bei der Planung auf Umweltaspekte besonderen Wert: Die Halle erfüllt moderne Isolationswerte, verfügt über eine Fußbodenheizung und wird über eine Wärmepumpe mit Erdwärme beheizt. Bei Spitzenlast wird ein mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz befeuerter moderner Öko-Feststoffkessel zugeschaltet, der mit Restholz wie Einwegpaletten und Scheitholz bestückt wird.

Das Firmengelände, unweit der Eder an einer stillgelegten Bahntrasse gelegen, unterliegt der strengen europäischen FFH-Naturschutzrichtlinie ("Flora Fauna Habitat"). Bauvorhaben können nur unter strengen Auflagen umgesetzt werden. Das Land Hessen hat zudem eine finanzielle Förderung bewilligt, denn das Unternehmen hat durch die Expansion Arbeitsplätze gesichert und zusätzliche geschaffen.

Am Stammsitz in Reddighausen befinden sich neben Versand auch Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb. Viessmann beschäftigt dort 30 Mitarbeiter. Einen Termin für eine Eröffnungsfeier gibt es noch nicht, denn nach Abschluss der Bauarbeiten soll auch die Außenanlage des Firmengeländes noch neu gestaltet werden. (red)


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