Piraten-Politiker Claus-Brunner soll Mann getötet haben

Vor dem eigenen Suizid
Piraten-Politiker ist tot
Gerwald Claus-Brunner (Piraten) im Abgeordnetenhaus. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Die Leichen von Claus-Brunner und des zweiten Mannes waren am Montag in einer Wohnung in Berlin-Steglitz gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft schrieben in einer gemeinsamen Mitteilung, in der Wohnung habe sich ein «schauriges Bild» geboten, das auf ein Tötungsdelikt hindeute. Eine Mordkommission ermittelt.

Die «Bild»-Zeitung und die «B.Z.» hatten zuerst berichtet. Demnach soll Claus-Brunner sich das Leben mit einem Stromschlag genommen haben. Bei dem zweiten Toten soll es sich um einen 28 oder 29 Jahre alten Mann handeln.

Bei den Piraten war am Montag ein Brief von Claus-Brunner angekommen, in dem es hieß, dass er bereits tot sein werde, wenn der Brief zugestellt wird. Parteimitglieder verständigten daraufhin die Polizei. Der Brief wurde der Kripo übergeben, wie der Piraten-Vorsitzende Bruno Kramm sagte. Die Piratenpartei hatte dann mitgeteilt, Claus-Brunner habe sich selbst getötet. Man habe gewusst, dass er unheilbar krank gewesen sei.

Am 23. Juni hatte Claus-Brunner in seiner letzten Rede in der vorletzten Sitzung des Abgeordnetenhauses vor der Wahl eine Anspielung auf seinen bevorstehenden Tod gemacht: «Und ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute stillschweigen.»


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