Vampire sind nicht die einzigen unsterblichen Wesen, die die Aufmerksamkeit von Autoren und Leserschaft gleichermaßen auf sich ziehen. Das beweist Leah Cohn in "Der Kuss des Morgenlichts". In ihrem Fantasy-Roman bedient sich die in Österreich geborene und nun in Frankfurt lebende Autorin biblischer Gestalten, die in der Literatur nur selten auftauchen: die Nephilim - unsterbliche gefallene Engel.
Hochbegabt, gutaussehend und rätselhaft-faszinierend ist Nathanael Grigori, ein Nephilim. Kein Wunder also, dass er die junge Musikstudentin Sophie, die nichts von seinem Geheimnis ahnt, sofort in seinen Bann zieht. Eine leidenschaftliche Liebe entbrennt. Doch dann wird Sophie schwanger und Nathanael verschwindet Hals über Kopf. Sophie bleibt nur ihre gemeinsame Tochter Aurora. Als diese jedoch ihren siebten Geburtstag feiert, überschlagen sich die Ereignisse. Was Sophie nicht ahnt: Aurora ist zwischen die Fronten eines uralten Kampfes zwischen Gut und Böse geraten.
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"Der Kuss des Morgenlichts" nimmt den Hörer von der ersten Minute an gefangen. Das ist auch ein Verdienst von Schauspielerin Anna Thalbach. Mit ihrer charismatischen, aber wandelbaren Stimme gelingt es ihr, besonders Sophie - die einst schüchterne Studentin, die als selbstbewusst-kämpferische Mutter aufblüht - lebendig erscheinen zu lassen. Cohn hat ein fesselndes Fantasy-Werk geschaffen: oft düster-geheimnisvoll, manchmal mit überraschenden Wendungen, aber immer in poetisch-sinnliche Worte gehüllt. Phantastische Erzählkunst.
Leah Cohn: Der Kuss des Morgenlichts. Gelesen von Anna Thalbach und Andreas Fröhlich. Der Hörverlag, 6 CDs, 400 Minuten Laufzeit, 19,95 Euro.






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