460 000 Euro für Dorferneuerung

GEMEINSCHAFTSHAUS Arbeiten können im Frühjahr 2016 beginnen

Freude über den Bewilligungsbescheid zur Dorferneuerung (von links): Die Architekten David und Rüdiger Weil, Rita Reeh, Stefan Müller, Heiko Müller, Bürgermeister Michael Lotz, Andreas Nickel, Margot Schäfer, Hans-Gerd Bräuer und Christine Schönheim von der Abteilung "Landlicher Raum". (Foto: Kiehl)

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der Förderbescheid am Dienstagabend im Beisein zahlreicher Mitglieder des Vereins "Nanzenbach!Das Dorf" von Margot Schäfer von der Abteilung "Ländlicher Raum" des Lahn-Dill-Kreises an Bürgermeister Michael Lotz und Präsidiumsmitglied Stefan Müller überreicht. Insgesamt verursacht das Vorhaben Kosten von rund zwei Millionen Euro.

"Die Mühe hat sich gelohnt", sagte Müller in seiner Begrüßung. Die Übergabe des Bescheids sei die sichtbare Bestätigung der Arbeit des Projektteams gewesen. "Die Vorschläge unserer Machbarkeitsstudie wurden 1:1 übernommen", sagte Müller.

Bürgermeister Michael Lotz bedankte sich beim Land Hessen für die Unterstützung, kritisierte aber auch, dass die Kommunen, obwohl laut Verfassung mit einer Planungs- und Finanzhoheit ausgestattet, sich immer wieder rechtfertigen müssten, warum sie beispielsweise ein Dorfgemeinschaftshaus brauchen. "Ich habe während meiner Amtszeit bei einer Vielzahl von Veranstaltungen erlebt, was die Dorfgemeinschaftshäuser für die dörfliche Gemeinschaft bedeuteten", sagte Lotz. Speziell auf Nanzenbach gemünzt stellte der Verwaltungschef fest: "Ich finde, das rechnet sich - für die Gemeinschaft im Dorf und für die Gemeinschaft insgesamt." Gerade in Zeiten des demografischen Wandels sei es wichtig, die Dörfer vital zu halten. Das funktioniere nur dann, wenn sie Lebensqualität böten.

Margot Schäfer sprach von "einem großen, zentralen Projekt" der Nanzenbacher Dorferneuerung. Dass es von Erfolg gekrönt wird, daran hatte sie keinen Zweifel. "Das Wir-Gefühl ist hier sehr groß". Bei elf Vereinen im Ort werde das Dorfgemeinschaftshaus sicher rege genutzt. Der Landeszuschuss wird über einen Zeitraum von drei Jahren verteilt. 2016 fließen 80 000 Euro, ein Jahr später 270 000 Euro und in 2018 noch einmal 110 000 Euro. Die Dorferneuerung läuft bis 2018.

20 private Vorhaben bringen Investitionen in Höhe von 630 000 Euro

Schäfer berichtete, dass neben den kommunalen Vorhaben zwischenzeitlich auch 20 private Projekte mit einer Investitionssumme von rund 630 000 Euro angestoßen wurden. Dafür seien Zuschüsse in Höhe von 180 000 Euro bewilligt worden. Sie machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Dorferneuerung wie ein lokales Investitionsprogramm wirkt. Das Geld bleibe in der Region, weil die Arbeiten überwiegend von Firmen aus dem näheren Umfeld erledigt würden.

Die Architekten David und Rüdiger Weil erläuterten die Sanierungsarbeiten, die im Frühjahr beginnen sollen.


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