Angerstein-Film: Es geht weiter

KULTUR Verein Dilltal-Film befasst sich mit dem Amokläufer und dreht in Haiger

Dreharbeiten zum Angerstein-Film: Mit großem Engagement und filmischer Akribie geht die Crew um Gernot Schütte und Johannes Neef ans Werk. (Foto: Blecher)

Der Verein Dilltal-Film geht nach dem Weggang von Klaus Padua, der für das bisherige Drehbuch verantwortlich zeichnete, mit neuen Dialogszenen im ehemaligen Krankenhaus am Haigerer Obertor ans Werk. Dort wird die Limburger Gerichtsverhandlung filmisch rekonstruiert.

Filmische Umsetzung der Ereignisse von 1924/25, die in ganz Deutschland Aufsehen erregten

Über 90 Jahre ist es her, dass der Direktor Fritz Heinrich Angerstein in Haiger Amok lief und acht Menschen aus seiner nächsten Umgebung ermordete. Bis heute versucht man sich an Erklärungen für die Motive zu diesen Taten. Angerstein war als fröhlicher, fleißiger und ehrgeiziger Mensch bekannt.

Der Verein Dilltal-Film hat es sich zur Aufgabe gemacht, filmische und bildliche Darstellungen von historischen und zeitgenössischen Themen zu erstellen. Er geht mit großer Akribie und einer engagierten Schar von Laiendarstellern an die filmische Umsetzung der Ereignisse von 1924/25, die in ganz Deutschland die Runde machten.

Johannes Neef und Gernot Schütte, die Vorsitzenden des Vereins, sind froh, dass es mit den Dreharbeiten weitergeht. "Ein neues Drehbruch machte es nötig, dass wir aus rechtlichen Gründen auch die Dialogszenen während der Gerichtsverhandlung neu drehen müssen", erklärt Johannes Neef, der sich für die Bereitstellung der Räume des einstigen Krankenhauses durch die Stadt Haiger freut. "Wir möchten uns insbesondere bei Bürgermeister Mario Schramm bedanken, der unserem Filmprojekt sehr wohlwollend gegenübersteht", sagt der Vereinsvorsitzende.

Die Filmemacher schauen optimistisch nach vorne. "Wir arbeiten mit einer neuen Konzeption weiter", so Neef, der keinen Bedarf sieht, sich über interne Personalien zu äußern.

Bis Ende dieses Jahres stehen für den Verein und die Filmcrew noch rund 20 Drehtage an. Mit dem endgültigen Fertigstellen und dem öffentlichen Vorführen des Streifens müssen sich die Filmfreunde noch bis zum nächsten Jahr gedulden. (s)


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