Auch Holderberg-Eltern fordern G 9

INITIATIVE Einsatz an der Eschenburger Schule für die Fünft- und Sechstklässler

Die Eltern der derzeitigen Gymnasialschüler der Klassen 5 und 6 der Holderbergschule werden aktiv: Sie wollen mit ihrer Initiative erreichen, dass auch ihre Kinder die Wahl zwischen G 8 und der verlängerten Variante G 9 haben können. Dafür treten (hintere Reihe, v.l.) Schulelternbeiratsvorsitzender Kai-Uwe Pfeifer, Iris Orth (Elternbeirat 6G1), Melanie Bonorden (Elternvertreterin 5G1), Peggy Gail ( Elternvertreterin 5G2) , Claudia und Ralf Prünte sowie die Fünftklässler (vordere Reihe, v.l.) Ben Orth, Paul Prünte und Christopher Gail ein. (Foto: N. Weber)

Die Eltern der Klassen 5G1 und 5G2 wollen nicht widerstandslos hinnehmen, dass man ihren Wünschen auf politischer Seite bisher so wenig Gehör schenkt. Sie sind selbst aktiv geworden und haben eine Eltern-Initiative gestartet.

Umfrage führt zu 100 Prozent "Ja"

"Wir haben per Mail alle Eltern der beiden fünften Gymnasialklassen angeschrieben und eine Abstimmung durchgeführt, ob eine Rückkehr zu G 9 für die derzeitigen fünften Klassen gewünscht wird", berichten Ralf und Claudia Prünte. Das Ergebnis der internen Eltern-Befragung war einstimmig: Zu 100 Prozent würden sich die Eltern lieber heute als morgen für ihre Kinder eine Rückkehr zu G 9 wünschen, von der auch der derzeitige Jahrgang 5 profitieren würde.

Die Eltern sehen vor allem in den höheren Jahrgängen mit steigender Arbeitsbelastung für ihre Kinder die Möglichkeiten schwinden, sich sportlich zu betätigen, in einem Verein zu trainieren oder anderen Freizeitaktivitäten nachzugehen.

Das G 9-Modell sehen die Elternvertreter Melanie Bonorden (5G1) und Peggy Gail (5G2) auch als Chance für die Kinder, die einfach etwas länger brauchen, um Fuß zu fassen. "Manche Kinder kamen aus sehr kleinen Grundschulklassen an die Holderbergschule. Plötzlich vor 25 Schülern ein Referat zu halten, ist etwas ganz anderes als vor acht Mitschülern", geben die Eltern zu bedenken.

Eine andere Frage stellen sich die Eltern: "Wenn mein Kind nun in der Klasse 5 oder im nächsten Schuljahr sitzenbleibt, hat es keine Wahlmöglichkeit. Es muss dann in die Klasse mit G 9-Modell. Aber jetzt, wo es gerne G 9 haben würde, darf es dies nicht", sagen die Eltern und schütteln den Kopf.

"Die Elternschaft will G 9", betonte auch Schulelternbeiratsvorsitzender Kai-Uwe Pfeifer.

Iris Orth (Elternvertreterin der 6G1) geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie möchte, dass auch die derzeitigen sechsten Klassen die Möglichkeit haben, nach den Sommerferien mit G 9 weiter zu lernen.

Auch wenn die gesetzlichen Voraussetzungen derzeit eine Rückkehr zu G 9 für die derzeitigen Klassen 5 und 6 nicht vorsehen, hoffen die Eltern, mit ihrer Initiative auf Gehör bei den Politikern zu stoßen, die diese Entscheidung allerdings nur durch eine Änderung der rechtlichen Grundlagen möglich machen könnten.


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