Da sein, wenn Hilfe gebraucht wird

DRK KREISVERBAND "Tag der Begegnung" wird zum Dankeschön für ehrenamtliche Mitarbeiter

Mehr als 100 Ehrenamtliche und Gäste kamen zum 24. "Tag der Begegnung" des DRK-Kreisverbandes Dillkreis nach Eibach.

Ehrungen: Dr. Michael Hocke (links) und Gabriele Naguschewski (rechts) gratulierten (von links) Irene Kern, Renate Thomas, Ursula Türk und Heidemarie Meinhardt. (Fotos: Krauskopf/s)

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Das, was die Ehrenamtlichen des DRK leisten, kann sich sehen lassen: Sie kümmern sich um Alte und organisieren das Bewegungsprogramm. Sie sind aktiv bei der Dillenburger Tafel und in den DRK-Kleiderläden. Sie helfen bei Mutter-Kind-Kuren mit Beratung und Vermittlung. Sie sind Reisebetreuer und unterstützen Selbsthilfegruppen.

Am Samstag standen die Helfer selbst im Vordergrund. Unterhalten wurden sie zunächst mit zwei Flash-Mob-Tänzen der Eibacher Mädchen-Jungschar unter der Leitung von Sybille Göbel.

Der DRK-Kreisverband feiere in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, sagte Gabriele Naguschewski, Leiterin der Sozialarbeit beim DRK. "Das stolze Jubiläum ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie stark die Idee, Menschen in Not zu helfen, bei uns verankert ist".

Anfänge der DRK-Arbeit gehen bis in das Kriegsjahr 1914 zurück

Sie schaute auf die Anfänge, auf das Kriegsjahr 1914, als sich die Sanitätskolonnen um verwundete Soldaten kümmerten und den Suchdienst, der nach dem Krieg Familien wieder zusammenführte. Es kamen die Sozialarbeit mit Kindern, Jugendlichen, Senioren, Migranten, die Notfallhilfe und der Katastrophenschutz dazu. "Als im vergangenen Jahr die Flüsse ganze Landstriche unter Wasser setzten, waren auch Helfer aus unserem Kreisverband hilfreich zur Stelle", sagte Gabriele Naguschewski. Man wisse nicht, was die Zukunft bringe. "Es liegt in unseren Händen, die Gegenwart so zu gestalten, dass auch unsere Zukunft lebenswert und liebenswert ist."

Sie dankte den Ehrenamtlichen. Sie trügen in einer Zeit, in der es immer mehr Isolation und Egoismus zu geben scheine, dazu bei, die soziale Struktur innerhalb unserer Gesellschaft zu bewahren.

Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Dillkreis, Dr. F. Michael Hocke, erinnerte in seinem Vortrag daran, wie kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Rot-Kreuz-Ortsgruppen Dillenburg, Haiger, Herborn und Sinn und anschließend der Dillkreis als Dachorganisation gegründet wurden. Mit Riesenschritten habe sich die Sozialarbeit seit den 1970er Jahren entwickelt. Er lud die Ehrenamtlichen zur Jubiläumsfeier des DRK Dillkreis ein, die am 27. September im Festsaal der Vitos-Klinik stattfindet.

Das DRK hat im Jahr 2013 damit begonnen, die Dienstleistung "Begleitung und Hilfe im Haushalt" aufzubauen. Die Mitarbeiterinnen sind in hauswirtschaftlichen Themen sowie im Umgang mit hilfebedürftigen und dementen, alten Menschen geschult worden. "Wir sind gespannt, ob sich der Dienst im Laufe des Jahres 2014 etablieren kann", erläuterte Hocke. Ferner möchte das DRK das Hausbesuchsprogramm HIPPY, das von der Rittal-Foundation gefördert wird, auch in Herborn etablieren.

Der Bau des neuen DRK-Seniorenzentrums in Dillenburg-Frohnhausen schreite zügig voran, informierte Hocke. Man sei zuversichtlich, dass man die dritte Pflegeeinrichtung des DRK im September oder Oktober 2014 eröffnen könne.

Sieben Hausgemeinschaften mit jeweils zwölf Bewohnern werden dort künftig professionell durch Altenpflegerinnen und Krankenschwestern betreut. Sie sollen außerdem durch so genannte Alltagsbegleiterinnen unterstützt werden.

Die ersten 19 Frauen wurden bereits geschult. Für den nächsten Lehrgang, der im April startet, werden noch Anmeldungen angenommen.

Mehr als 50 Integrationshelfer unterstützen Kinder, die wegen körperlicher oder seelischer Erkrankungen die Schule nicht besuchen können. Für sie und für das Team des Familienentlastenden Dienstes wurden für 2014 neue Vergütungssätze vereinbart.

Hocke stellte ferner die Familienpatenschaft als neues Projekt vor. Familienpaten sollen Familien und auch Alleinerziehende mit Säuglingen und Kleinkindern unterstützen, die schwierige Alltagsverhältnisse zu bewältigen haben und denen familiäre und soziale Anbindung fehlt.

Die Familienpaten arbeiten ehrenamtlich und werden von einer hauptamtlichen Sozialpädagogin ausgebildet, vermittelt und begleitet.

Auch Ehrungen standen auf dem Programm. Die Ehrennadel in Gold verlieh die Leiterin des Landesverbandes, Adelheid Schultheiß, an Inge Weil. Inge Weil ist im Roten Kreuz engagiert, seit sie 13 ist. Fast endlos ist die Zahl ihrer Aktivitäten. Sie reichen vom allgemeinen Sanitätsdienst bis zur Familienpflege. "Mit Fahrten holen wir die Senioren aus ihrem Trott heraus", sagt sie. Auch für einen Ort in Ghana setzt sie sich ein.

Seit 25 Jahren ist Heidemarie Meinhardt Übungsleiterin beim DRK. Ursula Türk ist dies seit 20 Jahren. Irene Kern und Renate Thomas wurden für 10 Jahre Mitarbeit als Übungsleiterin ausgezeichnet.

Als neue Ehrenamtliche wurden Brigitte Bender aus Eibach sowie Brigitte Weber und Erika Weg aus Dillenburg begrüßt. Sie unterstützen die Dillenburger Tafel sowie den Kleiderladen in Dillenburg.

Nach so viel offiziellen Programmpunkten, traten die "Chillies" auf: Das Ensemble, das von Gerd Moos geleitet wird, sang von "Wochenend und Sonnenschein", vom schönen Siegesmund und vom Bossanova und verbreitete so allerbeste Laune. Dann folgte dem kulturellen Höhepunkt mit einem Imbiss der kulinarische.


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