
Alexander Schmidt ist der neue Ortsbeauftragte des Vereins. Er tritt die Nachfolge von Claus Krimmel an, der nach 22 Jahren an der Spitze des Ortsverbands in die zweite Reihe zurücktrat. Er hat das technische Hilfswerk so gut positioniert, dass es für die Zukunft fit ist. "Der Ortsverein ist gut aufgestellt mit über 100 Helfern, einer sehr guten Jugendgruppe und sehr guter Ausstattung. Das THW Dillenburg ist ein guter, einsatzbereiter, effektiver Ortsverband", bescheinigte Werner Vogt, der THW-Landesbeauftragte des Landesverbands Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland den "Oraniern". Weit über Dillenburg hinaus habe sich die Organisation der Bundesbehörde unter Krimmels Leitung einen sehr guten Ruf erworben.

Viel Lob und Anerkennung ernteten Krimmel und die Hilfsorganisation auch von Dillenburgs Erster Stadträtin Elisabeth Fuhrländer, von Hans-Günter Jackel (Lahn-Dill-Kreis) und von Jörg Linge vom Marburger THW, der ein langjähriger Weggefährte Krimmels ist. Auch Rolf Krämer, Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, und der Kreisbrandinspektor Rupert Heege bedankten sich für die enge Zusammenarbeit. Der Ortsbeauftragte habe es immer geschafft, die Motivation der Helfer hoch zu halten, sagte Heege: "Das THW ist und bleibt ein verlässlicher Partner im Katastrophenschutz."
"Schmidt: "Das THW wird ein bisschen ausgegrenzt"
In den vergangenen vier Jahren arbeitete Krimmel seinen Nachfolger, Alexander Schmidt aus Offenbach, gut ein. Als stellvertretender Ortsbeauftragter schaute Schmidt dem Erfahrenen über die Schulter. Nun ist der 37-Jährige selbst "Chef" des Ortsverbands. Er gehört seit über 20 Jahren dem THW an und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Jugendgruppe.
Schmidt beurteilte in seiner Antrittsrede die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen etwas anders als Heege: "Es hat für mich den Anschein, dass das THW derzeit ein bisschen ausgegrenzt wird. Unsere Ausbildung und Ausstattung sind sehr gut, doch sie werden nicht genutzt." Deshalb werde er schon bald Gespräche mit den Verantwortlichen führen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Eine weitere große Aufgabe ist für Schmidt die Gewinnung von Helfern. Dabei spiele die Jugendgruppe eine tragende Rolle. "Sie ist ein gutes Standbein für die Helfergewinnung. Die Jugend soll unterstützt werden, wo es geht."
Neubau für 2013 vorgesehen
Zum geplanten Neubau des Domizils in der Alte Rheinstraße sagte Schmidt: "Wenn alles nach Plan läuft, ist im kommenden Jahr Baubeginn." Die ehemalige Baubaracke, in der das THW seit Jahrzehnten untergebracht ist, hat ihre Lebenserwartung bereits 40 Jahre überschritten.
Claus Krimmel verabschiedete sich als Ortsbeauftragter mit großem Lob für die Helferinnen und Helfer. "Wir waren immer bestrebt, die Ausstattung zu ergänzen und zu verbessern. Das ist aber nur möglich, wenn die ganze Mannschaft dahinter steht. Leute, ihr seid eine tolle Truppe!"
Einen Wechsel gab es auch an der Spitze des THW-Zugs. Wolfgang Kring trat ebenfalls in die zweite Reihe zurück. Neuer Zugführer ist sein Bruder Harald Kring. Der Waldaubacher ist seit 1979 im Hilfswerk aktiv und seit 13 Jahren in der technischen Einsatzleitung des Lahn-Dill-Kreises. Wie Schmidt will auch er enger mit den anderen Hilfs-Organisationen kooperieren, bei Übungen, aber vor allem bei Einsätzen.
Die höchsten Auszeichnungen, die das THW vergibt, erhielten zwei Mitglieder des Ortsverbands. Iris Plasberg und Günter Schirmuli bekamen Ehrenzeichen in Silber und in Bronze. Außerdem gab es Helferzeichen in Gold für weitere Aktive.
Das Ehrenzeichen in Silber überreichte Werner Vogt, an Iris Plasberg. Der Orden ist die zweithöchste Auszeichnung, die das THW zu vergeben hat.
Symbiose mit der Jugend eingegangen
Die Edingerin ist "das markante Bild der THW-Jugend in Hessen", sagte Vogt in seiner Laudatio. Seit 1990 ist Iris Plasberg dabei. Bereits ein Jahr später begann sie ihr Ehrenamt bei der THW-Jugend Hessen. Seit 1993 ist sie für die Ausbildung der Jugend aktiv. 1999 wurde sie zur Landesjugendleiterin gewählt. Von 1999 bis 2009 gehörte Plasberg dem Bundesvorstand an. Die Organisation der Landesjugendlager des THW werde immer mit dem Namen Iris Plasberg verbunden sein. So stark engagiere sie sich: "Iris und Jugend sind eine Symbiose."
Günter Schirmuli bekam die bronzene Ausführung des Ehrenzeichens. Er ist Sicherheitsbeauftragter beim Ortsverband in Dillenburg. Zudem ist er unter anderem für die Kraftfahrer-Ausbildung zuständig, nicht nur im Dillenburger THW, sondern auch überörtlich. Schirmuli war maßgeblich am Aufbau der "Fachgruppe Räumen" beteiligt und ist verantwortlich für die Funktionalität der THW-Ausstattung.
Für ihr besonderes Engagement wurden Daniel Rühl, Thomas "Red" Greeb und Peter Michael Kring geehrt. Sie bekamen das Helferzeichen in Gold. Ebenfalls das Helferzeichen in Gold (aber in der Variante mit Kranz) erhielten Thomas Guthörl und Jürgen Hoffmann. Der Vorstand dankte auch ihnen für ihren besonderen Einsatz für das THW.







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