Fester Stand fürs Bismarck-Denkmal

JAHRESBILANZ Geschichtsverein Dillenburg nimmt mannigfaltige Aufgaben wahr

Erhard Ossner (3. v. l.) ehrte für 30 Jahre Mitgliedschaft im Geschichtsverein Dillenburg (v. l.) Jürgen und Heidi Witczak sowie Ingrid Cowan. (Foto: Helmut Blecher)

Die knapp 40 Vereinsmitglieder, die sich am Montagabend zur Jahreshauptversammlung eingefunden hatten, konnten einen Vorsitzenden erleben, der bereit ist, noch viele Aufgaben anzupacken.

Dabei kann er auf die Unterstützung des um Werner Schäfer-Mohr als Beisitzer erweiterten Vorstands ebenso bauen wie auf die Mitglieder, die ihn einstimmig bestätigten. Der Nachwuchs fehlt, und die Überalterung schreitet voran. Dennoch sind die Dillenburger mit rund 425 Mitgliedern einer der größten Vereine dieser Art in Hessen, wie der stellvertretende Vorsitzende Henning Hofmann bemerkte. Die herausragende Veranstaltung war für Ossner im vergangenen Jahr eine Mehrtagesfahrt nach Aachen, Diest und in die belgische Grenzstadt Eupen. Mit 2000 Euro habe der Verein die Sicherung des Bismarck-Denkmals finanziert.

"Zu seinem 200. Geburtstag am 1. April steht der ‚Eiserne Kanzler‘ wieder auf festem Sockel", meinte Ossner. Er würdigte auch den Abschluss der Sanierung des Bismarck-Tempels im Weinberg, der auf das Konto von Ortsvorsteherin Karin Pflug gehe.

Zuwendungen gab es auch für die Aufstellung der Kanonen vorm Wilhelmsturm und das schmiedeeiserne Portal zum Schlossbergpark.

"Blätter" kommen Anfang April

Bewährt habe sich die Zusammenarbeit des Geschichtsvereins mit Museumsverein und Tourismusamt beim Vortrag über "Wilhelm von Oranien und die Union der Oranienstädte" und der Gedenkfeier zum 250. Geburtstag des ehemaligen Landesforstmeisters Georg Ludwig Hartig.

"Die Wartezeit auf die neue Ausgabe der Dillenburger Blätter hat ein Ende", verkündete Ossner: "Das neue, Anfang April erscheinende Heft hat als Schwerpunkt Beiträge zum Thema Oranien." Am 26. April ab 14.30 Uhr führt Henning Hofmann unter dem Motto "Geheimnisvolles Dillenburg" auf den Spuren von Georg Ludwig Hartig; der Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Weiter geht’s am 19. Juli mit dem traditionellen Sommerfest im Hofgarten.

Ingrid Cowan, Jürgen und Heidi Witczak und in Abwesenheit Friedemann Franz wurden für 30 Jahre Mitgliedschaft im Verein mit einer Ehrenurkunde und Präsenten bedacht.

Bevor die Jahreshauptversammlung mit einer Fotoschau der Herbstfahrt nach Aachen, Diest und Eupen, zusammengestellt von Nicole Rein, endete, ergriff Vereinsmitglied und Landschaftsarchitekt Jens Backhaus in einer dringenden Angelegenheit das Wort.

"Adolfstempel, Kaiserlinde und Presberslust sind in einem sehr schlechten Zustand und bedürfen einer baldigen Sanierung, um weiteren Verfall zu verhindern", sagte Backhaus, der einen Kostenplan heimischer Betriebe vorlegte und den Geschichtsverein bat, bei Organisation und Finanzierung federführend zu wirken.

- Kontakt: Erhard Ossner, Telefon: (0 27 71) 2 29 35.


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