Flieger erobern den Himmel

Am 1.und 2. September Flugschau und Rundflüge in Breitscheid
Besucher der "Airshow" auf dem ...

Auch diesmal stellen sich die Gastgeber auf Publikumsansturm ein. Der dürfte angesichts des Aufgebots faszinierender Luftfahrtgeräte kaum verwundern. Die Großflugtage auf der "Hub" zählen zu den am best bestücktesten ihrer Art in Deutschland. Kein anderer ziviler Veranstalter vermag mit einer derart umfangreichen Kollektion an Fluggerät aufzuwarten. Jupp und Stefan Langer, die beiden Hauptorganisatoren des Spektakels, versprechen den Gästen ereignisreiche Stunden.

Samstag: Am 1. September können die beteiligten Maschinen bereits am Boden oder beim Training in der Luft bewundert werden. Das Starterfeld bildet dabei die gesamte Bandbreite der Fliegerei ab. Ob Weltkriegs-II-Brummer oder Jet, Helikopter, Oldie oder Glider, Transporter, Jäger, Klassiker, Experimental, Renn- oder Stuntmaschine – die Luftfahrer stehen beim zwanglosen Geplauder gerne Rede und Antwort oder laden zu Passagierrundflügen ein.

Die frühere deutsche Segelkunstflugmeisterin Martina Kirchberg wird abends mit ihrem "Swift 1" für einen hoffentlich gelungenen Tagesabschluss sorgen. Motto ihrer mit Leuchtspurtechnik garnierten "Nightshow": Romantik, Präzision und Gefühl.

Sonntag: Fünfeinhalb davon umfasst allein das Showprogramm am 2. September. Pausenlos werden sich an diesem Tag ab 12 Uhr die Piloten den Steuerknüppel in die Hand geben und, ob nun als Solisten oder in Formation, faszinierende Einblicke in die Welt der Fliegerei gewähren.

Die Jet-Fraktion wird durch eine französische "Fouga-Magister" repräsentiert. Von diesem rassigen, zweistrahligen Trainer, mit dem auch Generationen von deutschen Luftwaffenpiloten das kleine Einmaleins des Düsenflugs gelernt haben, gibt es hierzulande nur noch ein einziges flugtaugliches Exemplar. Und diese Augenweide ist in Breitscheid am Start. Der Ausbildung angehender Jet-Piloten diente auch der konzeptionell außergewöhnliche 500 Stundenkilometer schnelle FanJet 600, der ebenfalls auf und über der Hub" zu bewundern ist.

Das "Warbird"-Lager wird von gleich zwei "Spitfires", angeführt. Maschinen dieses Typs bildeten im zweiten Weltkrieg das Rückgrat der britischen Luftverteidigung und waren die bekanntesten und leistungsstärksten Jäger der Royal Air Force. Aber diese bilden nur die Spitze der "Heavy Metal-Fraktion". Mit der 750 Stundenkilometer flotten Hawker "Sea Fury" gibt sich erstmals das schnellste jemals in Serie gefertigte kolbengetriebene Jagdflugzeug am Westerwälder Himmel die Ehre.

Die Curtiss P-40 "Warhawk", bekannt auch aus dem Kinofilm "Pearl Harbor", dürfte eine nicht weniger spektakuläre Erscheinung sein. Und in diesem erlauchten Kreis der Jagdboliden darf die schnittige P-51 "Mustang" nicht fehlen.

Rundflüge mit "Tante Ju", Show mit Piloten und Maschinen aus aller Welt

Gemächlicher lässt es die alte "Tante Ju" angehen. Mit der liebevoll gepflegten Traditionsmaschine der Lufthansa sind an beiden Tagen Passagierrundflüge möglich. Diese starten vom benachbarten Siegerlandflughafen. Der Veranstalter bietet ein Shuttle zwischen den Lufthäfen an. Die Tickets können nur über die "Airshow" gebucht werden. Die Junkers Ju52 wird aber auch am 3. September und am 18. Oktober erneut für Rundflüge am Siegerlandflughafen sein. Diese Termine können über über www.lufthansa-ju52.de und ✆ (040) 50701717 gebucht werden.

Mehr auf die Tube drücken werden in Breitscheid Vater und Sohn Eichhorn, deren Formationskunstflug mit zwei North American "T 6" mit zum Besten zählt, was die europäische Aero-Szene zu bieten hat. Ein "Einzeltäter" ist hingegen Wolfgang Seitz, der mit seiner YK-55 Motorkunstflug in Perfektion serviert, während Lokalmatador Michael Göst die lautlose Gegenkomponente zelebriert. Die mächtige "Transall" der Bundesluftwaffe zählt bei den Breitscheider Airshows quasi schon zum Inventar. Gegen den "Engel der Lüfte" wird sich der kleine Nurflügler des Niederländers Bart Verhees mit seinen bescheidenen 4,50 Meter Spannweite wie ein Insekt ausnehmen.

Die Heeresflieger steuern ein Bo 105, die Kollegen von der belgischen Luftwaffe einen Agusta A-109 zum Heli-Club bei, der durch einen zivilen Jet-Ranger und den ADAC-Rettungshubschrauber vom Typ EC-135 komplettiert wird.

Ob Bücker-Jungmann im Dreierpack, Boeing-Stearman, FW 44 Focke-Wulf "Stieglitz", Me 108 "Taifun", North American T 28 "Trojan", eine zweimotorige Beech-18 der niederländischen Luftwaffe, eine bullige Beech Staggerwing, Pilatus P-2 oder "Fieseler Storch" – die Besetzungsliste ist auch damit noch nicht erschöpft.

Ein Sahnehäubchen ist die Vorführung der Patrouille Cartoche Doré. Die Kunstflugstaffel aus Frankreich mit ihren drei TB 30 "Epsilon" ist weltbekannt. Und da wäre noch Ralf "Macho" Niebergall, der mit seiner Siai SF-260 auf vielen Flugtagen im In- und Ausland Gast ist und der in Breitscheid, wie Walter und Toni Eichhorn, ebenfalls mit einer Vater-Sohn-Nummer aufwartet: Der Junior bleibt am Boden und steuert ein Hochleistungsmodell synchron zu Manövern seines vaters im richtigen Flugzeug.

  • Infos:
Eine Auflistung aller Flugzeuge finden Sie unter unter www.airshow-breitscheid.de. Nur dort können Rundflüge gebucht werden. Fragen dazu per E-Mail: rundflug(at)airshow-breitscheid.de; ✆ (0175) 55 90 335 von 17 Uhr bis 20 Uhr.

Eintrittspreise: Kinder (6 bis 14 Jahre) zahlen Samstag und Sonntag je fünf Euro, Erwachsene samstags zehn und sonntags 15 Euro. Ein Wochenendticket (Erw.) kostet 20 Euro. Vorverkauf gibt es nur für VIP-Tickets auf Anfrage unter vip(at)airshow-breitscheid.de.

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Dokument erstellt am 24.08.2012 um 16:18:07 Uhr
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