Haigerer Schüler befreien Bahntrasse von Bäumen und Gestrüpp

ANGEPACKT Eine wunderbare Bereicherung

Manfred Köhnlein, Betreiber des Outdoor-Zentrums in Allendorf (Dritter v. li.), freute sich über die Unterstützung der Jugendlichen von der Schule am Budenberg in Haiger. (Fotos: privat)

Anstrengende Arbeit: Auf der ehemaligen Bahntrasse mussten Bäume und Gestrüpp beseitigt werden.

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Neuhochdeutsch wird es "Win-win-Situation" genannt: Gewinner sind Schüler und Kollegium auf der einen Seite, die schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Partner für außerschulische Projekte im Bereich der praktischen Berufsorientierung sind, sowie auf der anderen Manfred Köhnlein und Sanni Diesner, die sich über fleißige Helfer in ihrem Zentrum freuen.

Köhnlein will Zentrum an den Radweg anschließen

Dass die "Chemie" bei den Partnern stimmt, zeigte sich gleich beim ersten Einsatz. Köhnlein hatte sich im Sommer zum Ziel gesetzt, die letzte Lücke des Ulmtalradweges zwischen Biskirchen und dem Outdoorzentrum zu schließen. Ein 1,5 Kilometer langes Teilstück der ehmaligen Bahntrasse musste ausgebaut werden.

Da die Gemeinde Leun es bisher nicht geschafft hatte, die Radler von der Straße zu holen, wollte Köhnlein Taten sprechen lassen - zusammen mit den Jugendlichen aus Haiger.

Eine Klasse der Berufsorientierungsstufe startet das Schuljahr mit einer "Vorpraktikumswoche" und packte kräftig mit an, damit der Radweg nun endlich fertig gestellt werden konnte. Der alte Schienenweg musste zunächst von Bäumen und Ästen, Gestrüpp und Unrat freigeräumt werden, bevor man weitere Arbeiten starten konnte.

Also fällten Mitarbeiter des Outdoor-Zentrums Bäume, und die Schülerinnen und Schüler waren für die Räumung und Entsorgung zuständig. Es wurde gesägt und geschnitten, dass man die Späne nur so fliegen sah. Stämme wurden aufgeschichtet und abtransportiert.

"Es war anstrengend und schweißtreibend, aber eine wunderbare Bereicherung zur Vorbereitung auf "echte" Arbeit im Praktikum oder Berufsleben", erklärte Patricia Vesper, Lehrerin an der Schule am Budenberg. Kost und Logis übernahmen für die Arbeitstage dankenswerterweise Manfred Köhnlein und Sanni Diesner.

Schüler versorgen am wöchentlichen Praxistag die Tiere

Eine weitere Klasse der Mittelstufe unterstützt dieses Projekt durch einen wöchentlichen Praxistag. Zum erweiterten Aufgabenfeld für diese Gruppe gehört das Versorgen der Tiere auf dem Gelände. Anschließende Projekte, die die Fächer Biologie und Arbeitslehre thematisieren sind abgesprochen.

Silvia Fladerer, Rektorin der Schule am Budenberg freut sich in einem ersten Fazit über die gute Zusammenarbeit: "Wir sind stolz, dass die Chancen und Möglichkeiten im Outdoorzentrum genutzt werden können. Diese 'Arbeitswoche' und der Praxistag werden zum festen Element der Berufsorientierung, bereichern unser Angebot und fördern unsere eigenen Schüler in ganz besonderer Weise."

"Es ist uns ein Anliegen, nicht nur die praktischen Fertigkeiten zu fördern. Wir wollen auch außerhalb der Schule erste berufliche Schritte anbieten und damit die Schlüsselqualifikationen auszubauen. Und dazu ist die Kooperation goldrichtig und äußerst wertvoll!", erklärte Marko Best, Leiter der Berufsorientierungsstufe der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen.


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