"Heinzelmännchen" helfen

OTFRIED-PREUSSLER-SCHULE 140 Rittal-Mitarbeiter bringen das Hofumgestaltung voran

Beim Bautag an der Dillenburger Otfried-Preußler-Schule packten 140 Rittal-Mitarbeiter kräftig mit an. (Foto: K. Weber)

Rittaler sanieren Schulhof

"Solche Bautage sind unglaublich wichtig für das Projekt", freute sich Alexandra Fink vom Förderverein der Schule über die große Unterstützung bei der Hof-Umgestaltung. Zwei heimische Firmen hatten bisher Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, die ihre Arbeitskraft für die Anlage aufbrachten. Die meisten Helfer kamen nun von der Rittal-Foundation. Vom Auszubildenden bis zum Geschäftsführer packten sie bei über 30 Grad und Sonnenschein an und schwitzten für den guten Zweck.

In 21 kleinen Projekten kam das große Vorhaben ein gutes Stück voran

Anzeige

Es wurde gebohrt, gehämmert, gemalt, gepflastert, gegraben, geschaufelt, verlegt, gebaut und gestrichen. In 21 kleinen Projekten kam das Vorhaben ein gutes Stück voran.

Der 70er-Jahre-Pausenhof hat sich völlig verändert. Schon vor dem großen Einsatz gab es hier und da Veränderungen, doch die Verwandlung von heute auf morgen kam für die Kinder unerwartet. Die Freude war riesig.

Christoph Caselitz, Rittal Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender der Foundation, hatte gleich zu Arbeitsbeginn deutlich gemacht, was erledigt werden musste: "Wir lassen hier keine offene Baustelle. Wir wollen alles fertig machen, was wir anfangen." Gesagt, getan. Für die Preußler-Schule bedeutet der ehrenamtliche Helfereinsatz enorm viel. Zum einen kommt die Umgestaltung voran, zum anderen gibt das Engagement den Kindern ein gutes Gefühl. "Für die Kinder ist das sehr wichtig. Sie fühlen sich anerkannt", berichtet Lehrerin Alexandra Fink. Von den Arbeitseinsätzen mit Kinderbeteiligung erzählten die Schüler immer noch: "Sie berichten, was sie mit wem gebaut haben. Die Kinder sind sehr stolz."

Der Samstag hat das Projekt einen großen Schritt voran gebracht. Eine Muschelkalkmauer muss noch errichtet, Mobiliar von der Produktionsschule gefertigt, eine Wiese angelegt und rollstuhlgerechtes Pflaster gelegt werden. Wann dies erledigt werden kann, hängt vom Geld ab. Von den rund 90 000 Euro an Spenden, die bisher für den oberen Pausenhof eingegangen sind, ist fast alles verbraucht.

Am Samstag hat sich auch einiges auf der Terrasse verändert: Der Fahrradparcours wurde gestaltet und Fallschutzplatten auf dem Bereich verlegt, auf dem später ein Spielhäuschen und Wipptiere aufgestellt werden sollen. Am unteren Hof wurden Rodungsarbeiten erledigt. Auch hier hängt das Vorankommen am Geld: Allein das geplante Fußballfeld soll rund 30 000 Euro kosten.

Für den Lahn-Dill-Kreis, Träger der Schule, sind das ehrenamtliche Engagement und die Spenden unbezahlbar. Schuldezernent Heinz Schreiber (Grüne) unterstrich dies am Samstag: "Der Kreis kann sich nur dafür bedanken, dass Sie ihre Freizeit opfern, um etwas zu tun, was wir aus Steuermitteln nicht leisten können."

Bei der Rittal-Foundation, die bereits den dritten Bautag bestritten hat, stieß die Anfrage der Schule auf Hilfe übrigens schnell auf offene Ohren: Alexandra Fink, Planer Matthias Jansen und ihr Team hatten gefragt, ob vielleicht 15 Mitarbeiter helfen könnten, den Pausenhof neu zu gestalten. Die anschließende Rundmail von Christoph Caselitz übertraf alle Erwartungen. Innerhalb weniger Tage hatten sich 140 Frauen und Männer für den Sondereinsatz am Forstdenkmal gemeldet.

Weitere Informationen: www.ops-dillenburg.de.


Jetzt kostenlosen Probemonat sichern und unbegrenzt auf mittelhessen.de und in der News-App lesen!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2014
Kommentare (0)
Mehr aus Region Dillenburg