"Ich fühle mich hier schon heimisch"

KIRCHE Cornelia Wesseling-Mangold ist neue Pfarrerin für Langenaubach und Flammersbach
Unerwartete, aber gelungene ... | Foto: Lommel

Nur noch wenige Plätze waren am Sonntagnachmittag in der Evangelischen Auferstehungskirche in Langenaubach frei. Mit einem Festgottesdienst bereiteten die Gemeinden der neuen Pfarrerin einen herzlichen Empfang. Vor zwei Wochen ist sie Pfarrhaus am "Steilen Weg" gezogen. Dort brennt jetzt wieder Licht.

Herzlicher Empfang: Dekan ... | Foto: Lommel

Licht, das in ihrer Festpredigt eine entscheidende Rolle spielte: "Bleibt Kinder des Lichts und bewegt euch in seinen Strahlen, vertraut und folgt Jesus Christus nach", forderte die 53-Jährige die Anwesenden auf. "Die Glaubenskraft tröstet, und das Licht Jesu heilt." Den musikalischen Akzent in der Predigt setzte der Posaunenchor Langenaubach unter Leitung von Helmut Bachmann.

n Zeit finden, um Fuß zu fassen

Sehr herzlich sei sie vom Kirchenvorstand in Langenaubach willkommen geheißen worden und fühle sich schon ein Stück weit heimisch, gab sie freudig beim bekannt. Mit ihrem Umzug sei sie nun auch ihren Eltern und ihrer Großmutter wieder etwas näher gerückt.

Ihr Lebenslauf ist vielseitig: Die Theologin hatte von 1971 bis 1975 die Realschule in Dillenburg besucht, bevor sie am Wirtschaftsgymnasium ihr Abitur machte. Sie ließ sich zunächst zur Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch ausbilden. Erst danach begann sie ihr Studium für evangelische Theologie in Oberursel, Tübingen und Erlangen.

Ihr erstes Gemeindevikariat führte sie nach Selters in den Westerwald. Sechs Monate lang war sie in den Krankenhäusern Selters und in Montabaur als Seelsorgerin tätig. Es folgte eine mehr als 16-jährige Zeit in den Gemeinden Heftrich und Bermbach, zunächst auf halber, später dann auf ganzer Stelle. Dort baute sie Besuchsdienstkreise auf, arbeitete am Gemeindebrief mit, gestaltete Kindergottesdienste und initiierte einige Bauvorhaben in der Gemeinde. Zudem war sie an der örtlichen Grundschule als Religionslehrerin tätig.

Im Dekanat Idstein war sie lange Jahre Beauftragte für die Frauenarbeit und im Dekanatssynodal-Vorstand (DSV) engagiert. Die Notfallseelsorge in den Dekanaten Idstein und Bad Schwalbach hat sie mit aufgebaut. Freiberuflich war sie von 1997 bis 1999 als Schuldnerberaterin im Rheingau-Taunus-Kreis in Bad Schwalbach aktiv.

Zuletzt engagierte sich Cornelia Wesseling-Mangold über mehrere Jahre in Schaafheim in einer Projektpfarrstelle für Gemeindeaufbau und Mitarbeiterbetreuung. Dort hat sie besondere Schwerpunkte in der gemeindlichen Arbeit mit Kindern und in der Bildungsarbeit mit Bibel-Gesprächs-Kursen und "Exerzitien im Alltag" setzen können. In Hirzenhain war sie ebenfalls aktiv - im CVJM und in der Kirchengemeinde. Dies erzählte der ebenfalls zur Einführung anwesende Altdekan Dietrich Eizenhöfer, der "seine Konfirmandin" noch in guter Erinnerung hatte.

All ihre Erfahrungen will die neue Pfarrerin nun bei ihrer neuen Aufgabe mit einbringen. "Ich wünsche Ihnen ein gutes Gespür dafür, wie die Leute hier so ticken", wünschte ihr Dekan Roland Jaeckle vom Dekanat Dillenburg. "Und Zeit, um erst einmal Fuß zu fassen." Er bat sie aber auch, für den Dienst in der Kirchengemeinde zu beten und tüchtig anzupacken. "Der Herr ist mit dir, darum fürchte dich nicht", sprach er ihr Mut zu. Mit: "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn"" setzte der Posaunenchor den Schlussakkord zur Festveranstaltung.

Danach verweilten zahlreiche Gäste im Kirchsaal unter der Kirche bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Dabei zeigte sich die neue Pfarrerin dankbar dafür, dass ihre Amtskollegin Claudia Allmann das Pfarramt aufrecht erhalten habe, nachdem Pfarrer Frank Leissler Ende 2011 in die Propstei Starkenburg gewechselt war. Allmann war 1995 bis 2000 Pfarrerin in Langenaubach gewesen und hatte sich bereit erklärt, vorübergehend die Vertretung zu übernehmen. Zur vollsten Zufriedenheit, wie Dekan Roland Jaeckle betonte.

Ebenfalls am vergangenen Sonntag hatte Pfarrerin Allmann ihre neue Stelle in der Lazarus-Gemeinde in der Nieder-Ramstädter Diakonie angetreten. "Dazu", teilte Kirchenvorstandsvorsitzender Joachim Lang mit, "haben wir heute extra eine Delegation nach Nieder-Ramstadt entsandt." Das ehrenamtliche Engagement, das Joachim Lang und der gesamte Kirchenvorstand während der Vakanz an den Tag gelegt hätten, dürfe jetzt nicht abreißen, appellierte der Dekan an Vorstand und Gemeindemitglieder.

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Copyright © mittelhessen.de 2013
Dokument erstellt am 21.01.2013 um 15:16:00 Uhr
Letzte Änderung am 21.01.2013 um 19:08:16 Uhr
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