Laut dem Herborner IG-Metall-Bevollmächtigten Hans-Peter Wieth haben die Mitarbeiter vom vergangenen Donnerstag bis zum gestrigen Mittwochvormittag die Arbeit ruhen lassen. Eine Betriebsversammlung habe sich an die andere gereiht.
Wieth stellte gestern gegenüber dieser Zeitung klar, dass nur weiter gearbeitet werde, wenn die Voraussetzungen für einen Sozialplan vorliegen. Das heißt: Die Anteilseigner sollten das Geld für Abfindungen der Mitarbeiter "insolvenzsicher" zur Verfügung stellen.
Wieth befürchtet, dass das Teka-Werk auch noch während der Liquidation Insolvenz anmelden könnte, und dann müssten die Forderungen sämtlicher Gläubiger gleichberechtigt behandelt werden. Die Abfindungen für die Mitarbeiter könnten dem zum Opfer fallen.
Letzte Hoffnung: Investorensuche
Am heutigen Donnerstagnachmittag sollen die Verhandlungen mit der Teka-Geschäftsführung fortgesetzt werden. Freitagfrüh um 8 Uhr ist die nächste Betriebsversammlung für die 194 Beschäftigten angesetzt. Ziel der Gewerkschaft: Bis dahin soll der Vertrag, in dem das Geld für Sozialplan (also unter anderem die Abfindungen) und eine Transfergesellschaft zur Weiter-Qualifikation der Mitarbeiter sichergestellt werden soll, unterschrieben werden.
Ein weiterer Punkt in diesem Vertrag: Innerhalb der nächsten vier Wochen soll Teka das Werk nochmal bundesweit zum Verkauf anbieten und einen Investor zu suchen. Darüber sei man sich laut Wieth schon mit der Geschäftsführung einig.
Es ist der letzte Hoffnungsschimmer, dass die Arbeit in dem Sechsheldener Werk doch noch fortgesetzt werden könnte. Andernfalls befürchtet der IG-Metaller, dass auch den Sechsheldener Teka-Schwesterunternehmen Ucon und Thielmann das Aus droht, dass der komplette Standort dichtgemacht wird.






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