
Auch Joshas Familie kann aufatmen: Der Gesundheitszustand des Dreijährigen hat sich stabilisiert.
"Als ich damals von Joshas Schicksal erfuhr, habe ich sofort entschieden, bei der Registrierungsaktion in Eisemroth mitzumachen", erinnert sich Benjamin Wurm aus Haiger. Er ist einer der knapp 3000 Menschen, die sich im Dezember 2011 als potenzielle Stammzellspender in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen ließen. Nur wenige Wochen später erfuhr der 28-jährige, dass seine Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen. "Ich hatte nicht so schnell damit gerechnet, aber für mich stand fest: Wenn ich jemandem helfen kann, dann mache ich das."
Der dreijährige Junge aus Oberndorf beginnt nun zu laufen
Im Juni 2012 war es dann soweit: Nach einer umfassenden Voruntersuchung in der Entnahmeklinik gab man Benjamin Wurm ein Medikament mit, welches er sich fünf Tage lang unter die Haut spritzte. Dieser körpereigene hormonähnliche Stoff, der vom Körper zum Beispiel auch bei fieberhaften Infekten produziert wird, stimuliert die Produktion der Stammzellen und bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im fließenden Blut befinden. Diese können dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden.
Zwei Wochen nach der Spende erfuhr er, dass seine Stammzellen von einer 40-jährigen Frau aus Slovenien benötigt wurden. Genaueres weiß er über "seine Patientin" nicht, da eine Stammzellspende anonym erfolgt, "aber die DKMS informiert mich regelmäßig über ihren Gesundheitszustand und deshalb weiß ich, dass die Frau auf dem Weg der Besserung ist. Und das ist ein sehr schönes Gefühl", sagt Benjamin Wurm.
Auch dem kleinen Josha geht es inzwischen wieder besser. Obwohl die Ärzte damals eine Stammzelltransplantation für notwendig hielten, konnte der Gesundheitszustand des Kleinkindes wider erwarten allein mit Chemotherapie und Bestrahlung stabilisiert werden.
"Josha ist seit Mitte Dezember in der Dauertherapie und er ist stabil. Er beginnt zu laufen - zwar vorerst noch auf Zehenspitzen - aber es geht voran", freut sich Joshas Mutter Heidi.
Auch wenn Josha im letzten Moment die Stammzellspende umgehen konnte, war die Registrierungsaktion nicht vergebens. So wie Benjamin Wurm haben sechs weitere Spender einem Menschen die überlebensnotwendige Transplantation ermöglicht und es ist sogar schon eine weitere Stammzellentnahme für Februar geplant.







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