Klare Forderung: "Abschalten!"

MAHNWACHE Kernkraftgegner erinnern in Herborn an die Atomkatastrophe von Fukushima

Mahnwache: Atomkraftgegner erinnerten auf dem Herborner Marktplatz an die verheerende Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan vor fünf Jahren. (Foto: Geis)

Im März 2011, nach dem Unfall in Japan, hatten die Herborner Sozialdemokraten im Verein mit den Grünen noch zu vier Terminen immer rund 50 Teilnehmer aktivieren können. Am Freitag waren es mit knapp 20 deutlich weniger.

"Abschalten!" - dies war die klare Forderung von Achim Knapp vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Der BUND hatte am Freitag zu der Mahnwache aufgerufen. Die Forderung betraf zwar in erster Linie die noch genutzten deutschen Kernkraftwerke, aus aktuellem Anlass aber auch die beiden belgischen Meiler Doel und Tihange sowie das französische Kraftwerk Fessenheim.

"Wir stehen hier und mahnen gegen das Vergessen", sagte Knapp. Erinnert werden müsse aber auch daran, dass die Endlagerung des atomar verseuchten Mülls aus deutschen Atomkraftwerken noch auf lange Sicht nicht gelöst sei.

Knapp: "Je länger die deutschen Anlagen laufen, desto größer wird die Menge des strahlenden Abfalls"

"Und je länger die deutschen Anlagen laufen, desto größer wird die Menge des strahlenden Abfalls", erinnerte er.

Zu einer weiteren Mahnwache mit anschließender Demonstration durch die Innenstadt lädt der BUND für den 22. April (Freitag), um drei Jahrzehnte nach dem ersten GAU (Größter anzunehmender Unfall; Anm.d. Red.) der Geschichte an den Reaktorbrand in Tschernobyl zu erinnern. Die Mahnwache vor dem Rathaus beginnt um 16.30 Uhr. (s)


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