
Sie erhielten Informationen zum Thema "Mission. Zukunft leben", die in Seminaren, Referaten und persönlichen Gesprächen weitergegeben wurden.
Im Impulsreferat, das Bundessekretär Burkhard Theis hielt, wurde die Missionsgeschichte präsent. Mission sei schon immer ein schwieriges Feld gewesen; seit der Zeit der Römer bis heute, machte Theis anschaulich klar.
Beim "Markt der Möglichkeiten" hatten die Besucher die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über die Missionsländer Frankreich, Philippinen, Spanien, Japan, Mali und Brasilien zu vertiefen. Die anwesenden Missionare gaben Informationen über Religion und Kultur ihrer Länder weiter und ließen Interessierte kulinarische Köstlichkeiten probieren, wie etwa die Frucht des Affenbrotbaums.
Erdem Shafak, Azizov Mushwig und Suleymanov Alasgar zeigten im Seminar über Mission in der muslimischen Welt auf, wie die Lebensumstände für Christen in Aserbaidschan sind. Nur acht Prozent der dortigen Bevölkerung gelten als christlich. Obwohl formal Religionsfreiheit besteht, litten Christen dort unter Verfolgung. Suleymanov Alasgar war ein erfolgreicher Geschäftsmann, als sich ein Familienmitglied entschied, Christ zu werden. Alasgar wollte von diesem Glauben nichts wissen. Als jedoch sein Vater lebensbedrohlich erkrankte, schlug Alasgar Gott einen "Deal" vor: "Wenn du meinen Vater gesund machst, werde ich Christ." Der Vater habe nur eine Stunde später gesund am Tisch gesessen und gegessen. Nachdem Alasgar massiv bedroht worden sei, flüchtete er mit vier seiner Kinder nach Deutschland. Seine Frau und weitere fünf Kinder leben noch in Aserbaidschan. In einem Asylbewerberheim in Nürnberg wartet er nun bereits seit zwei Jahren auf die Genehmigung seines Asylantrags.
Auch Azizov Mushwig lebt seit zwei Jahren in dieser Unterkunft für Asylbewerber. In Aserbaidschan sei der Christ verfolgt und geschlagen worden. Seit kurzer Zeit ist Mushwig im Besitz eines deutschen Passes. Gemeinsam mit Erdem Shafak, einem aramäischen Christen, haben Mushwig und Alasgar einen Hauskreis für Muslime gegründet, an dem etwa 25 Muslime teilnehmen.
Von Unsicherheit im Umgang mit muslimischen Menschen, berichteten die Zuhörer. "Mission unter Muslimen - das könnt ihr nicht machen", bekamen sie zu hören. Shafak ermutigte, ohne Hemmungen das an Muslime weiterzugeben, was auf dem Herzen liege. Wichtig sei dabei allerdings, mit dem gleichen Geschlecht zu sprechen. Und auch wenn Muslime plötzlich von christlichen Veranstaltungen wegblieben: "Die haben einen Hauch von Christentum gespürt", sagte Shafak. Dem Leben, das für Muslime aus Regeln und Gewalt bestehe, stünde wahre Liebe im Christentum gegenüber. Wichtig sei Gastfreundschaft gegenüber Muslimen. Mit der Bibel in der Hand von Tür zu Tür gehen, sei der falsche Weg.
Markus von Oehsen, Jugendmissionsreferent der Allianz-Mission, trat im Abschlussreferat für einen missionarischen Lebensstil ein. Christen seien als Pilger auf der Durchreise







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