
Darüber hinaus hielt Schmidt viel Wissenswertes parat. So erfuhren die großen und kleinen Gäste, dass es von der Planung bis zur Vollendung des Wilhelmsturms 1875 genau zehn Jahre dauerte. Die Baukosten wurden auf 29 000 Taler geschätzt.
Warum der in Dillenburg geborene Fürst "der Schweiger" genannt wurde
Allerdings standen trotz fleißiger Sammlungen bis 1870 gerade einmal 14 Prozent dieser Summe zur Verfügung.
Deshalb erwogen die damals Verantwortlichen, den unteren Teil des Turms wegzulassen und nur den oberen Teil zu bauen.
Ein Glück für Dillenburg, so Schmidt, dass mit niederländischer Unterstützung und durch Prinzessin Marianne der Niederlande, die alleine 18 000 Taler spendete, dann doch der Wilhelmsturm in voller Pracht errichtet werden konnte. Auch auf das Leben und Wirken Wilhelms von Oranien ging Schmidt ein und erläuterte, wieso der in Dillenburg geborene Fürst den Beinamen "der Schweiger" trug. Viele wussten auch nicht, dass die niederländische Nationalhymne mit den Worten "Wilhelmus von Nassauen bin ich von deutschem Blut" beginnt.
In den beiden Sonderführungen, die jeweils rund 90 Minuten dauerten und voll gepackt mit Geschichte und Geschichten rund um Nassau und Oranien waren, kamen die Besucher voll auf ihre Kosten und dankten mit viel Applaus.
In der laufenden Saison wird es noch drei weitere Sonderführungen geben. Der nächste Termin ist der 5. August (Sonntag). Dann wird Josef Heisinger durch die Villa Grün führen.







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