Sitzungen haben Kultstatus

Karneval "Ohne Zugabe kommen Akteure nicht von der Bühne
Die Bellersdorfer Mädels ließen ... | Foto: ks

"Wahrscheinlich hätten wir auch eine dritte Veranstaltung ausverkaufen können", meinte Vorstandsmitglied Mario Bangert.

Ob den neuen Besuchern das Programm ebenso gut gefiel wie den Stammgästen, war nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Aber angesichts der Begeisterung des Publikums und der vielen eingeforderten Zugaben ist davon auszugehen, dass es so war.

Nur eine "Panne" trübte den ansonsten so gelungenen Freitagabend: Statt nur einem Prinzenpaar standen nämlich auf einmal zwei vor der Tür: Kaum waren sie aus der Nähe von Köln angereisten Freunden der Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess Ranzel um Prinzessin Karo I. und Prinz Torsten I. nach ihrem Gastspiel feierlich verabschiedet worden, trafen aus Hanau Prinzessin Doris und Prinz Arndt I. von Hagenovien ein, die eigentlich für Samstagabend erwartet wurden.

Den Anfang machte die mittlerweile 13 Mädchen zählende Minigarde unter der Leitung von Elke Schäfer und Franziska Jost zu "Schatzi, schenk mir ein Foto". Weitere sehenswerte Tänze steuerten die Solomariechen Marie Manfraß und Saskia van der Schoor sowie die "Bellersdorfer Mädels" bei, die als Punkrockerinnen kostümiert zu "Hells Bells", "Poison" und ähnlichen Kalibern auftraten.

Einen Hingucker steuerten auch die "Altenkirchener Jungs" bei, die eine passable "Blue Man Group"-Kopie samt Regenrohr-Trommelei mitbrachten.

Einen Riesenerfolg verbuchen konnte natürlich auch das von Julia Bräuer trainierte Männerballett, das mit dem Bankeinbruch der Panzerkacker-Bande, der Verhaftung durch netzbestrumpfte Politessen, deren Beförderung und anschließende Siegesfeier eine richtige Geschichte tanzte.

Hohen Unterhaltungswert besaßen auch die Büttenreden und Sketche: Kerstin Couet als "Eine, die gern mal Miss geworden wäre", weil sie schon im Kindergarten das schönste Mädchen in der Bubengruppe war, begeisterte mit ihrer ohne Manuskript gehaltenen Bütt ebenso wie Sebastian Schupp und Heiko Geißler.

Die beiden hatten auf der Campingplatz-Toilette zuerst mit Papierrollendieben und "Handkäs mit Musik" zu kämpfen, bevor sie dann mit dem "Paveier"-Lied "Schlag mich, beiß mich, kratz mich - Sado-Maso in Mittenaar" in entsprechendem Szene-Outfit für einige Furore sorgten.

Die Putzfrauen Heike Thomas und Martina Belz ließen auf der Schönheitsfarm zwischen Moorbad und Schoko-Massage kein gutes Haar an der anderen. Sie sangen: "Ich will lieber Schokolade, und ich will einen Mann" und übten sich in Kamasutra-Theorie.

"Coutry Roads" von der Hermes House Band ließen Thea Küster und Michel Harke hören - erstere brachte mit einem Schunkel-Medley auch später noch einmal den Saal zum Toben.

Last but not least sorgte die Sketchtruppe mit Reiner Belz, Julia Bräuer, Thomas Ackermann, Michael Schlicht, Klaus-Peter Thomas und Mario Bangert mit mehreren gespielten Witzen für Stimmung beim Publikum.

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Dokument erstellt am 09.02.2013 um 16:16:00 Uhr
Letzte Änderung am 09.02.2013 um 20:33:15 Uhr
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