
Herborn-Merkenbach (cka). Der FC "Wacker" Merkenbach weiß sehr wohl, dass nur eine gute Jugendarbeit die Zukunft des Vereins auf Dauer sichert. Wieder wechselten in der vergangenen Saison etliche Spieler aus der A-Jugend in die Seniorenmannschaft. Noch ist die B-Jugend sehr gut besetzt. "Aber schon bei der C-Jugend sieht es recht dünn aus. Danach kommt nichts mehr", sagte Andreas Metzler und fragte besorgt: "Was wird in fünf, sechs Jahren?" Trotzdem fand sich während der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zur Linde" auch im zweiten Jahr in Folge kein Jugendleiter, der die Zügel in die Hand nimmt.
Alle anderen zu besetzenden Posten wurden ruckzuck an den Mann gebracht: Vorsitzender bleibt Michael Pobig, Kassierer Malte Portjanow. Die Position des Schriftführers wird künftig von Markus Raatz erfüllt, und Patrick Stahl übernimmt weiterhin die Aufgaben des Spielausschuss-Obmanns. Beisitzer sind nun Samuel Selzer, Reiner Grün und Marco Schmidt. Die Beisitzer Hansi Klein und Helmut Klein wurden in den geschäftsführenden Vorstand gewählt.
Das ganz große Thema des vorigen Jahres war der Hartplatz, der saniert wurde und viel Geld verschlang. Kassierer Malte Portjanow konnte aber die Mitglieder beruhigen. Durch öffentliche Zuschüsse und eine Steuerrückzahlung werde das Minus spürbar gemildert.
Die vielen Feste, unter anderem die der Alten Herren, wurden gut angenommen und spülten ansehnliche Beträge in die Kasse. Dazu gehörten der gut besuchte Oldie-Abend, das Oktoberfest, das Schlachtfest, bei dem 180 Schlachtplatten die Küche verließen, sowie das Fleischbraten, bei dem am späten Abend noch die selbst gebauten Sitzgelegenheiten im Feuer landeten, und die Aprés-Ski-Party. Die Alten Herren trugen ihr traditionelles "Überzahlturnier" aus, fuhren zum Bodensee, schlugen ihr Trainingslager im Schwimmbad auf, wanderten im Herbst in Willingen, luden zur Fan- und Abschlussfeier sowie zur Weihnachtsfeier ein. "Es war alles gut", verkündete Helmut Klein gut gelaunt.
Neben ihren Unternehmungen und Feiern spielten die Alten Herren auch Fußball. Sie trugen 16 Spiele aus, gewannen davon zehn. In der Saison waren 32 Spieler im Einsatz, zwei von ihnen sind älter als 50 Jahre. Stefan Waschke trat bei acht Spielen an und schoss 15 Tore.
Gerne erinnern sich die Sportler an den Familientag, an das Trainingslager der Seniorenmannschaft mit dem fulminanten Frühstück und an die Einweihung des Hartplatzes, dessen Sanierung sehr viel Schweiß und manchen Ärger gekostet hat.
Team wird behutsam aufgebaut
Der FC "Wacker" Merkenbach ist trotz aller Anstrengungen in die B-Klasse abgestiegen. Das junge Team erhielt mit Torsten Schön einen neuen Trainer, mit dem alle sehr zufrieden sind. "Nun soll die junge Mannschaft Zeit bekommen, sich zu formen. Es ist ein absoluter Neubeginn", sagte Vorsitzender Michael Pobig. Es bringe nichts, mit Druck aufzusteigen und dann in der A-Klasse zu "Fallobst" zu werden. Eine gute Nachricht: Alle Spieler bleiben beim FC "Wacker" Merkenbach. Die Trainingsbeteiligung ist gut, der Start in die Saison war ebenfalls gut, verkündete Spielausschuss-Obmann Patrick Stahl. Die Mannschaft habe viel Selbstvertrauen und Teamgeist.
Die A-, B-, C- und D-Jugend bildet mit Beilstein eine Spielgemeinschaft. Die B-Jugend gehört in ihrer Klasse zu den acht besten des Kreises. Erfreulich ist auch, dass der Verein mit Maik Pobig einen neuen Schiedsrichter hat, nachdem Uwe Wolter die Pfeife aus persönlichen Gründen an den Nagel hängte.
An dem Abend standen auch Ehrungen an. Marco Schmidt, Martin Mehl und Udo Langenbach gehören dem Verein seit 20 Jahren an. Heinz-Willi Frank, Harald Brenneke und Roland Wittek halten den Fußballern seit 50 Jahren die Treue. Und Friedhelm Keller trat dem FC "Wacker" vor 65 Jahren bei.







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