Von wegen Winterschlaf

VOGELPARK Hinter den Kulissen wird in Uckersdorf viel gearbeitet

Adebar träumt wahrscheinlich vom Frühling. (Foto: Vogelpark)

Keck und neugierig wie immer: Die flinken Erdmännchen sind auch im Winter hellwach und fragen sich vermutlich, was es mit dem Schnee auf sich hat. (Foto: Vogelpark)

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Anfang Januar wurde der Park "Im Beilsbach" für Besucher geschlossen. Das lag zum einen an der Witterung, denn bei Eis und Schnee können die Wege in der Anlage nicht verkehrssicher gehalten werden. Zum anderen laufen diverse Renovierungs- und Umbauvorhaben, damit der Park Anfang März in frischem Glanz erstrahlen kann.

Auch wenn die Einrichtung geschlossen ist, müssen die etwa 400 dort lebenden Tiere aus über 90 Arten Tag für Tag versorgt werden. Zwar haben sich einige heimische Tiere wie Feuersalamander, Sumpfschildkröten und Ringelnattern schon im Dezember in ihren Gehegen verkrochen und sind in die sogenannte Winterstarre gefallen. Aber Weiß- und Schwarzstörche, Ziegen und Exoten wie Papageien, Rote Ibisse, Flamingos, Kängurus, Erdmännchen, Lisztaffen und Muntjakhirsche sind hellwach und brauchen tägliche Hege und Pflege.

Pfleger basteln täglich Spielzeug für die Tiere, damit sie beschäftigt sind

Die Tierpfleger müssen füttern, sauber machen und den Gesundheitszustand der Tiere im Auge behalten. Viele Lebewesen brauchen zusätzliche Wärme oder Feuchtigkeit und manche - wie Graupapagei "Jacko" oder Molukkenkakadu "Chica" - auch einfach Zuwendung und Abwechslung.

"Tiere wollen, sollen und müssen beschäftigt werden - gerade während der kalten Jahreszeit, in der ein Wärme liebender Exot nicht so viel draußen sein kann", sagt Parkleiterin Britta Löbig. Daher gehört auch das Basteln von Spielzeug zu den täglichen Aufgaben eines Tierpflegers. Sie verstecken Futter in Kartons oder Pappröhren, bauen Mobiles und gestalten das Innengehege immer wieder neu, damit es nicht langweilig werden kann.

Bis zur Wiedereröffnung wollen die Parkverantwortlichen zudem das Vivarium mit den Aquarien und Terrarien umgestalten. Die Technik war veraltet, die Becken größtenteils zu klein. Mit Hilfe einer Spezialfirma sollen große, moderne Lebensräume entstehen, die den Besuchern zeigen, wie die Tiere in der Natur leben.

Neben vielen konkreten Natur- und Artenschutzprojekten ist Umweltbildung das erklärte Ziel des Vogelparkteams. Dazu tragen auch die direkten Mensch-Tier-Kontakte bei, die nur in einem von der Größe überschaubaren Zoo wie in Herborn überhaupt möglich gemacht werden können.

Wenn jetzt nicht noch Eis und Schnee Einzug halten, öffnet der Vogelpark am 6. März wieder seine Pforten.

Kontakt und weitere Informationen: info(at)vogelpark-herborn.de, www.vogelpark-herborn.de (red)


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