"Wasser marsch!" für Nachwuchs

ÜBUNG Eschenburgs Jugendwehren zeigen sich für den Notfall gerüstet

Der Umgang mit Schläuchen will geübt sein, aber auch der weibliche Feuerwehrnachwuchs gab sich keine Blöße. (Fotos: K. Weber )

Gut zielen musste dieser Jungfeuerwehrmann.

Die behutsame Rettung der vermeintlich "Verletzten" klappte wie am Schnürchen.

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Fast 100 junge Einsatzkräfte und Betreuer von der Feuerwehr sowie vom DRK waren beim Finale des großen Übungstags der Jugendwehren dabei. Zwei Logistikhallen des Automobilzulieferers Giebeler standen lichterloh in Flammen, natürlich nur auf dem Papier.

Beim Autozulieferer Giebeler stehen zwei Hallen "in Flammen"

Angenommen wurde, dass in den Gebäuden ein Feuer ausgebrochen war. Als die Einsatzkräfte kurz nach der Alarmierung auf dem Gelände eintrafen, standen die Hallen bereits im Vollbrand. Zudem wurden Personen vermisst. Dieses Szenario war die Vorgabe.

Kaum waren die Wissenbacher auf den Hof der Firma gefahren, ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Minuten waren auch die anderen Eschenburger Nachwuchsabteilungen vor Ort.

Die Lage wurde erkundet und eingeschätzt, die jungen Einsatzkräfte starteten ganz nach Lehrplan. Schläuche wurden ausgerollt, Verteiler gesetzt und Strahlrohre angeschlossen, und auch die Wasserversorgung aus offenem Gewässer war schnell aufgebaut. Atemschutzgeräte wurden angelegt, so dass die Jugendlichen den Löschangriff starten und die Vermissten retten konnten.

Für Letzteres wurden Tragen herbeigeschafft und sicherheitshalber Leitern an die Lkw-Anlieferzone gestellt, um einen alternativen Rettungsweg zu haben.

Wenig später erkundeten die ersten Helfer die Lage in den 2700 und 1000 Quadratmeter großen Hallen. Die Personen konnten schnell gefunden, aus der Gefahrenzone geholt und zum DRK gebracht werden.

Zeitgleich begann der Löschangriff von außen. "Wasser marsch!" hieß es, und das "Feuer" konnte "gelöscht" werden.

87 Jugendfeuerwehrmitglieder Eschenburgs waren bei der gemeinsamen Übung dabei. Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer zeigten sich an der Einsatzstelle zufrieden mit dem, was ihre Schützlinge leisteten.

Gute Noten gab es auch von Eschenburgs Bürgermeister, Götz Konrad (parteilos), der sich als Dienstherr der Wehren unter den Zuschauern befand. "Das ist alles wie bei den Großen", freute er sich, dass der Nachwuchs gut ausgebildet ist.

Für Giebeler sei es selbstverständlich, die Jugendfeuerwehren zu unterstützen, betonte Geschäftsführer Stefan Kreck. "Wir möchten helfen, dass die Feuerwehr auch in Zukunft gut besetzt ist. Dafür ist die Jugendfeuerwehr enorm wichtig."

Vor der Abschlussübung hatten die Mädchen und Jungen bereits ein straffes Programm absolviert. Für jede der sechs Jugendwehren der Gemeinde standen zwei bis drei verschiedene Übungen in Wissenbach, Eiershausen und Eibelshausen an.

Unter anderem hatte sich das Team um Gemeindejugendfeuerwehrwart Björn Gerhardt einen Scheunenbrand, eine Schachtrettung, einen Autounfall, einen Kaminbrand und einen Gefahrgutunfall als "Einsätze" überlegt.


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