Fahrerlaubnisprüfung: Jeder Vierte fällt durch

Ostdeutsche Führerscheinaspiranten kämpfen mit Startschwierigkeiten

Der ACE kritisierte die Durchfallquote in mehreren ostdeutschen Bundesländern als "viel zu hoch". Die Fahrschulen dort müssten sich angesichts der zahlreichen negativen Prüfergebnisse zum Handeln herausgefordert fühlen. Aus Sicht des Clubs geht es vor allem darum, den theoretischen Unterricht und die Unterweisung im praktischen Teil der Fahrausbildung nachhaltig zu verbessern.

Der ACE hatte bereits 2005 darauf hingewiesen, dass Absolventen aus ostdeutschen Fahrschulen auffällig häufiger patzten als jene aus anderen Bundesländern. Trotz gleicher Fragestellungen im Theorieteil und gleicher Anforderungen im fahrpraktischen Teil der Prüfungen ist im Ergebnis ein deutliches West-Ost-Gefälle festzustellen. Die Werte der Theorie-Tests sind nach Angaben des ACE im bundesweiten Durchschnitt mit 29,94 Prozent Durchfallquote schlechter als die der praktischen Fahrprüfung (25,37 Prozent). Die fünf ostdeutschen Bundesländer rangieren bei allen Prüfungen auf den hinteren Plätzen. Durchfallquoten von mehr als 40 Prozent im theoretischen Teil sind üblich, Schlusslicht Sachsen-Anhalt bringt es hier sogar auf knapp 44 Prozent. Ähnlich sieht es bei den praktischen Fahrproben aus, die in den neuen Ländern von etwa jedem Dritten nicht zur Zufriedenheit des Prüfers absolviert werden. Schlusslicht in der Praxis-Prüfung ist allerdings Hamburg, wo vier von zehn Prüflingen nicht bestehen.

Der ACE Auto Club Europa www.ace-online.de ist Mitglied im Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) www.eac-web.eu

 


 


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