Mittelhessen in der Branche ein Begriff

17 Aussteller präsentierten die Region auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real
Zahlreiche Besucher auf dem Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen
Zahlreiche Besucher auf dem Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen

Die Messe München als Veranstalter hält auch eine Steigerung der Besucherzahlen in dieser Größenordnung für möglich. Im vergangenen Jahr kamen 21.430 Besucher. Auch wenn die Wirtschaft nach der Finanzkrise noch nicht überall so gut dasteht wie in Deutschland, hat sich der Branchentreff in seiner 13. Auflage den internationalen Anstrich bewahrt.

"Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr stabil mit leichter Erholungstendenz. Positive Signale kommen zum Beispiel aus Frankreich. Neu ist diesmal der Gemeinschaftsstand "Europa Mitte" für Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa", sagte Eugen Egetenmeir, Mitglied der Geschäftsführung der Messe München.

Starke Flächennachfrage komme dieses Jahr aus Polen, mit einem Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund: "Das Land bereitet sich auf die Fußballeuropameisterschaft 2012 vor. Großstädte und Regionen bieten Flächen für Hotels, Einkaufszentren und Sportanlagen an."

Mit rund 80 Prozent kommt das Gros der Aussteller jedoch auch in diesem Jahr aus Deutschland. Die Bedeutung der Messe dokumentiert auch die Anwesenheit zahlreicher Minister der teilnehmenden Länder. Auch aus Deutschland statten etliche Länder-Wirtschaftsminister ihren Unternehmen und Regionen einen Besuch ab.

Auch der Trend zu Gemeinschaftsständen setzt sich fort: Aussteller einzelner Länder, Regionen oder Städte schließen sich zunehmend unter einem Dach zusammen, um Kosten zu sparen und Synergien zu nutzen - ein Konzept, dass der Verein MitteHessen als federführender Organisator bereits seit seinem ersten Messeauftritt vor sechs Jahren verfolgt und ständig weiterentwickelt: In diesem Jahr präsentiert sich die Region Mittelhessen an ihrem vergrößerten Stand in Halle C1 in einem offenen und wieder auf zwei Stockwerken.

Mit den Gesprächen und Ergebnissen ist man am Mittelhessenstand nach Tag eins der Expo sehr zufrieden: Uwe Hess, Geschäftsführer der Depant Bauträger GmbH & Co. KG aus Gießen lobt bei der Premiere seines Unternehmens am "rundum gelungenen Mittelhessenstand" die positive Stimmung und berichtet von großem Interesse der Besucher: "Man wird hier am Stand gezielt aufgesucht und angesprochen". Er nutze die Expo Real seit langem gezielt als Kontaktbörse und zum Netzwerken, als Standteilnehmer profitiere man jedoch zusätzlich noch von der Kooperationsbereitschaft der beteiligten Aussteller.

Auch Sabine Wilcken-Görich, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Gießen, hat auf der Messe eine Aufbruchstimmung ausgemacht: "Im vergangenen Jahr waren die Auswirkungen der Finanzkrise noch deutlich zu spüren. Wenn Industrie und produzierendes Gewerbe mit Umsatzeinbußen von 30 Prozent zu kämpfen haben, investieren die nicht." Mittlerweile würden verschobene Investitionen weiterverfolgt.

Gießen präsentiert sich auf der Messe mit einem umfangreichen Portfolio an Gewerbeflächen, denen sie gute Chancen im Wettbewerb um Investoren einräumt: "Die Gießener Bevölkerung wächst gegen den Bundestrend auch noch in einigen Jahren und Jahrzehnten. Diese Dynamik schätzen Unternehmen, auch weil sie damit künftig ihren Arbeitskräftebedarf decken können."

Von "Gesprächen auf sehr guten Niveau" berichtete Rainer Velmeden, Geschäftsführer des Gießener Unternehmens BauWerk – Gesellschaft für Projektberatung und Baumanagement mbH vom ersten Tag der Expo. "Das Geschäft zieht deutlich an, vor allem im Bereich Einzelhandel und Fachmärkte haben wir ein deutlich gestiegenes Interesse registriert." Wie in den vergangenen Jahren nutze BauWerk die Messe gezielt als Treffpunkt mit Geschäftspartnern und zur Projektanbahnung.

BauWerk ist als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen bereits langjährig auf den bundesweiten Märkten der Immobilien- und Bauwirtschaft etabliert. Neben den Schwerpunkten  Baumanagement und Projektentwicklung will Velmeden in München gezielt den Unternehmensbereich Projektsteuerung voranbringen.

Der Vogelsbergkreis beteiligt sich zum sechsten Mal an dem Gemeinschaftsstand, der in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) vom Regionalmanagementverein MitteHessen e.V. organisiert wird. Für Hartmut Greb von der Wirtschaftsförderung des Landkreises ist gerade das Miteinander von Unternehmen sowie Kommunen und Landkreisen der Region ein großes Plus dieses Konzepts: "Man profitiert von persönlichen Kontakten, die man bei der Entwicklung und dem Verkauf von Gewerbeflächen nutzen kann." Aktuelle und ehemalige Mitaussteller hätten bereits ihr Interesse an den Angeboten des Landkreises signalisiert. Neben diversen Angeboten aus dem Tourismusbereich wirbt der Vogelsbergkreis auch mit baureifen Gewerbeflächen mit idealer Verkehrsverbindung etwa zur A5.

Walter Gerharz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg-Diez, registrierte nach einem noch verhaltenen Beginn am Ende des ersten Tages eine "positive Grundstimmung" der Messebesucher. Gerharz will potenzielle Investoren auf verschiedene Angebote aus dem Flächen-Portfolio des Landkreises aufmerksam machen, die sich als Logistikstandort für Unternehmen aus der Pharmabranche eigneten. "Wir haben kleinere Flächen, die sich aufgrund der zentralen Lage und der guten Anbindung an den Frankfurter Flughafen für Logistikfirmen anbieten." Für den Wettbewerb der Kommunen und Landkreise sieht er sich gut gewappnet: "In den Ballungsräumen sind geeignete Logistikflächen doch kaum mehr erhältlich. Der Standort Limburg-Weilburg-Diez verbindet große Flächen mit konkurrenzfähigen Preisen."

Ein erstes positives Fazit zog auch Jens Ihle, Regionalmanager beim Verein MitteHessen, nach dem ersten Messetag: "Seit unserem ersten Messeauftritt vor sechs Jahren machen wir Mittelhessen als attraktiven Immobilienstandort und als Wissensregion mit herausragenden und zukunftsweisenden Unternehmen bekannt. Die hohe Besucherzahl am Stand und die positiven Rückmeldungen unserer Mitaussteller zeigen, dass dies mittlerweile in den Köpfen der Branche angekommen ist."



"Mittelhessen stark und unverwechselbar machen!" - dies ist das Ziel von MitteHessen e.V., dem Regionalmanagement für Mittelhessen. Das Profil  der Region wird durch Projekte in den Bereichen Innovation, Bildung und Infrastruktur geschärft. Der Verein bildet einen Schulterschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und besteht seit dem Jahr 2003.  Zurzeit ziehen 90 Städte, Landkreise, Kammern, Hochschulen und Unternehmen unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten a. D. Wilfried Schmied bei MitteHessen an einem Strang.

Mehr Informationen unter http://www.region-mittelhessen.de/


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