Auszubildende finden ihren Traumjob

AUSBILDUNG Die Mini-Praktika der Ausbildungsmesse sollen den Schülern bei ihrer Berufswahl helfen

Berufsbilder kennenlernen bei der Ausbildungsmesse "Do It!": Der angehende Elektroniker Sedrick Faber aus Villmar stellt Anastasia Henche aus Löhnberg den Beruf vor. (Foto: Stahl)

Ob Blumensträuße stecken bei den Floristen, Flüssigkeiten bei den Lacklaboranten mischen oder erleben, wie genau ein Schreiner mit Lineal und Winkel arbeiten muss. All das können sich Schüler in dieser Woche auf der "Do It!" anschauen und sogar selbst ausprobieren. Am Informationsstand der Bäcker, Konditoren und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk sind Julia Hartmann und Michael Streng fleißig dabei, Hefezöpfe zu flechten.

Schüler können in der Markthalle erfahren, was in verschiedenen Berufen wichtig ist

Eine andere Schülerin ordnet Backzutaten, wie Vanille oder Roggenmehl den richtigen Bezeichnungen zu. "Ich habe hier meinen Traumjob gefunden", sagt Auszubildender Michael Streng. Die Arbeitszeiten seien für ihn sehr gut, da er nach der Arbeit noch viel vom Tag habe. "Mich hat vor allem die Kreativität und die Vielfalt des Berufs in meiner Ausbildung überrascht", berichtet Streng. Schon seit einem Grundschulbesuch bei einem Bäcker wusste der 22-Jährige, dass dies sein Traumberuf ist.

Julia Hartmann hat sich bis zur Messe meistens über Zeitung und Internet über verschiedene Berufe informiert. Bis jetzt wisse die 13-Jährige noch nicht, was sie beruflich in Zukunft machen will, doch die Mini-Praktika und die Messe insgesamt finde sie sehr hilfreich.

Auch Anastasia Henche, die sich über den Beruf des Elektronikers für Betriebstechnik und Industrieelektriker für Betriebstechnik informiert, denkt, dass die Mini-Praktika ihr weiter helfen werden. "Bis jetzt habe ich meinen Traumjob aber noch nicht gefunden", sagt die 16-Jährige aus Löhnberg. Den Beruf des Elektronikers wollte sie sich näher anschauen.

Sedrick Faber, der in diesem Bereich seine Ausbildung macht, ist sich sicher, dass er darin seinen Traumberuf gefunden hat. "Mir gefällt besonders das individuelle und selbstständige Arbeiten", erzählt Sedrick. In seiner Ausbildung haben ihn manche Aufgaben überrascht und ihm wurde bewusst, was Elektronik bedeutet und wie vielfältig sie ist. "Ich bin durch ein Praktikum zu diesem Beruf gekommen", berichtet der Auszubildende aus Villmar.

In einem anderen Abschnitt der Markthalle werden bei den Dachdeckern Ziegel in die richtige Form gebracht. "Du musst es mit mehr Kraft machen", rät Auszubildender Alexander Pflaum einem der Schüler und macht es ihm noch einmal vor. Pflaum hat im Dachdecker den richtigen Beruf gefunden. "Der Beruf ist sehr vielfältig", sagt Pflaum. Vor dieser Ausbildung habe er Tischler gelernt, der Beruf sterbe jedoch aus. "Deswegen habe ich als Dachdecker angefangen, um trotzdem etwas handwerkliches zu machen", erklärt der 29-Jährige. Auch Daniel Frank findet diesen Beruf interessant und probiert ihn bei einem Mini-Praktikum aus.

"Ich interessiere mich für einen Job im Altersheim oder auch als Kindergärtner, aber Dachdecker ist auch interessant", sagt der Schüler. Während seines Mini-Praktikums, das Daniel sehr hilfreich fand, hat er erfahren, wie genau ein Dachdecker arbeiten muss. Insgesamt finden die Schüler die Ausbildungsmesse hilfreich für ihre Entscheidungen in der Zukunft, auch wenn noch nicht jeder schon weiß, in welche Richtung es gehen soll. Noch bis Sonntag können sich Schüler in der Markthalle über verschiedene Berufe informieren und selbst Hand anlegen.


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