03.10.2012
Region Weilburg und LimburgAzubis setzen sich zur Wehr
Vom schlechten Arbeitszeugnis bis zum unfairen Ausbilder – die Jugendvertreter sollen die Steine aus dem Weg räumen, über die Jugendliche bei ihren ersten Schritten ins Berufsleben häufig stolpern. "Oft sind die jungen Menschen froh, überhaupt eine Lehrstelle ergattert zu haben", sagt Karl-Heinz Michel, Bezirksvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Wiesbaden-Limburg. Dann sei die Hemmschwelle groß, sich beim Chef über zu lange Arbeitszeiten, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Zeugnisse zu beschweren.
Die Jugendvertreter würden diese Probleme kennen – meist seien es selbst Auszubildende oder junge Beschäftigte.
Die IG BAU will dem Betriebsnachwuchs im Kreis bei der Gründung von Jugendvertretungen unter die Arme greifen. Michel fordert die Arbeitgeber auf, die Wahlen der Jugend-Sprecher zu unterstützen. "Die Jugendlichen haben das Recht auf eine Vertretung", so der Bezirksvorsitzende.
Die "Junior-Wahl" ist noch bis zum 30. November in Betrieben und Behörden möglich. Voraussetzung ist, dass es dort mindestens fünf Jugendliche gibt. Seine Stimme abgeben darf jeder Beschäftigte, der unter 18 Jahre alt ist. Ebenso alle Mitarbeiter unter 25, die ihre Berufsausbildung absolvieren – dazu gehören Auszubildende, Werkstudenten und Praktikanten. Hat ein Betrieb oder eine Behörde zwischen fünf und 20 wahlberechtigte Jugendliche, darf ein Jung-Vertreter gewählt werden. Bei 21 bis 50 Wahlberechtigten sind es drei "Jugendräte".
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Dokument erstellt am 02.10.2012 um 15:47:02 Uhr
Letzte Änderung am 03.10.2012 um 17:55:02 Uhr
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