
Der Fahrer und sein Begleiter waren am 21. August vorigen Jahres auf der Heimfahrt von der Weilburger Berufsschule. Im Kurvenbereich der Landesstraße zwischen den Runkeler Stadtteilen Wirbelau und Eschenau bemerkte der damals 18-jährige Fahranfänger aus Hünfelden offenbar, dass die Fahrbahn für ihn in einer Linkskurve zu eng wurde. Er zog das Auto seiner Eltern nach rechts, geriet mit dem Hinterrad auf den unbefestigten Randstreifen, von dort übersteuerte er das Auto nach links, geriet ins Schleudern und flog von der Fahrbahn. Das Auto prallte am Waldrand mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.
Ein 50-jähriger Kfz-Meister aus Runkel, der in Richtung Weilburg fuhr, hatte den Unfall im Rückspiegel verfolgt und war als erster an der Unfallstelle.
Der eingeklemmte Beifahrer, ein 17-jähriger Mann aus Hünfelden, musste von der Feuerwehr mit Hilfe der Rettungsschere befreit werden, verstarb aber noch an der Unfallstelle an schweren Kopfverletzungen.
Der Fahrer, der angab, sich an nichts mehr erinnern zu können, hatte den zweiten Halswirbel gebrochen und Schnittverletzungen an der rechten Hand. Eine Woche verbrachte er im Krankenhaus, hat immer noch Schmerzen, ist weiterhin arbeitsunfähig und muss mit einer zweiten Operation rechnen.
In einer Kurve verliert der Mann die Kontrolle, das Auto rast gegen einen Baum
Alle Beteiligten im Gerichtssaal waren sich einig: Dieser Unfall hätte nicht passieren müssen. Der von der Polizei mit der technischen Untersuchung des Unfalls beauftragte Gutachter geht von einer Geschwindigkeit des Unfallverursachers von 100 Stundenkilometern aus. Dies sei für diese schmale, kurvenreiche Landstraße ohne Mittelstreifen zu schnell.







Kommentare (0)




















