Bluttat in Limburg: Verdächtige zeigen Hitlergruß

Nach dem Tod eines 55-Jährigen am Donnerstag: Mitarbeiter der Polizei tragen Beweisstücke aus dem Hauses in der Brückengasse. (Foto: Fluck)

Foto: flu

Dabei geht die Polizei auch Hinweisen auf einen möglichen rassistischen Hintergrund der tödlich verlaufenen Schläge und Tritte durch drei mutmaßliche Täter nach, die in Untersuchungshaft genommen wurden. Einer von ihnen hatte sich in seiner Zelle in der Limburger Justizvollzugsanstalt erhängt.

Nach Angaben des stellvertretenden Pressesprechers der Limburger Staatsanwaltschaft, Manuel Jung, liegen den Ermittlern mehrere Indizien auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor. Zu den wichtigsten Hinweisen gehöre ein Mobiltelefon, auf dem sich ein Foto befinde, das zwei der drei Festgenommenen bei der Ausführung des Hitlergrußes zeige. Dieses Bild sei nicht am Tattag entstanden, sondern älteren Datums und in einer Wohnung entstanden, die nichts mit dem Obdachlosenhaus zu tun habe.

Zu den Umständen der Sicherstellung und weitere Einzelheiten könne derzeit keine Auskunft gegeben werden. Ebenso sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht nachzuweisen, ob Fremdenfeindlichkeit das tatsächliche Motiv für die Gewalttat in der Nacht zum 24. Oktober gewesen sei. „Hinsichtlich des Ermittlungsstandes gibt es derzeit nichts Neues, der Stand ist noch immer der alte. "Die Polizei ist noch mit der Vernehmung von Zeugen beschäftigt", erklärte Jung und versicherte: "Sobald wir endgültige Ergebnisse haben, werden sie der Öffentlichkeit bekanntgegeben."


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