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BENEFIZKONZERT Ensemble Amaryllis spielt für Ruanda

Nadja Jamiro (li.) und Dorothee Laux mit Kopftuch in der Parodie auf Mozarts "Die Alte". (Foto: A. Müller)

Der Erlös geht in das Ruanda-Projekt des Rotary-Clubs "Nutze Holz - Pflanze Bäume". Damit wird eine Schule in Kigali unterstützt, die nach dem dualen System arbeitet. Die Schüler bekommen dort nicht nur wertvolles Wissen vermittelt, sondern lernen auch in der Praxis, Baumschulen anzulegen und sie forstwirtschaftlich zu betreuen und zu verwerten. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Rotary-Clubs, Wilhelm Müller-Zimmermann, eröffneten Sopranistin Dorothee Laux und Nadja Jamiro (Mezzosopran) das Konzert mit einer Weise nach Hildegard von Bingen. Vom Eingang aus zogen sie singend in den Altarraum.

Bei dem munteren irischen Folksong "Mairi’s Wedding" glänzte das Ensemble sogar mit vierstimmigem Gesang, gefolgt von "Du liegst mir im Herzen" als langsamer Walzer, dezent begleitet von Martin Reuß auf der akustischen Gitarre und Joey Becker auf einem sanft gespielten akustischen Bass. Neu im Ensemble ist Violinistin Karolina Bledowska, die schöne Geigenmelodien beisteuerte. Keck war das Rendezvous von Sonne und Mond in "Le Soleil Et La Lune".

Dorothee Laux imitiert in einem Stück Geräusche eines Herzens, einer Uhr und einer Ziege

Danach folgte ein wunderbar arrangiertes Instrumentalstück aus dem Musikfilm "Die Kinder des Monsieur Mathieu", bei dem Ulrike Jordan filigrane Oboen-Melodien erklingen ließ, die Karolina Bledowska mit der Geige übernahm. Bei vielen Stücken spielte Jordan auch Akkordeon und ergänzte das Sopranistinnen-Duo mit ihrer Stimme. Das musikalische Gerüst für Claudio Monteverdis "Zefiro" bildeten wieder Gitarre und Bass, ergänzt von einem Zweiklang zunächst von Mezzosopran und Geige, dann von Sopran und Oboe. Dass die Musiker alle auch stimmlich sehr gut sind, bewiesen sie erneut mit einem vierstimmigen Vokalsatz einer traditionellen Weise aus Bulgarien. "Die Alte" von Wolfgang Amadeus Mozart parodierten Jamiro und Laux mit Kopftüchern verkleidet und schrulligen Stimmen. Aus ihrer Begleiter-Rolle heraus gingen Reuß und Becker bei "Zuspruch" von Andreas Hertel, wo sie sich mit Improvisationen austoben konnten. Tolle Sequenzen fügte auch hier wieder die Oboistin ein.

Nach einem hebräischen Lied aus Israel sorgten die beiden Sopranistinnen im Duett bei "Gabriellas Song" aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel" schließlich für Gänsehaut. Bei dem lautmalerischen "Boum" imitierte Dorothee Laux Geräusche eines Herzens, einer Uhr und einer Ziege und Nadja Jamiro steppte dazu. Das letzte Stück "Thankful" begann und endete jeweils mit einer kleinen Melodie auf einer Kalimba. Nach lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Künstler mit dem bekannten "Viva la vida" der Popgruppe "Coldplay" in einer sehr ruhigen, entspannten Version sowie "What a wonderful world".


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