Hinter Luke schließt sich die Tür

HESSENKLINK Mit dem Jahreswechsel kommt das Aus für Geburtshilfe

Beim Gruppenfoto waren auch die stolzen Großeltern dabei: Vorne Maria und Björn Messinger mit Luke Jason, hinten von links Hortense und Klaus-Dieter Messinger aus Wolfenhausen sowie Monika und Günter Gorn aus Berlin. (Foto: Bach)

Es herrscht schon ein wenig Wehmut auf der ganzen Station, denn es ist ein Abschied: der Kreißsaal und die gynäkologische Geburtsstation am Weilburger Kreiskrankenhaus "Hessenklinik" haben jetzt zum Jahresende ihre Pforten geschlossen.

Für Maria und Björn Messinger aus Wolfenhausen herrscht aber große Freude: Denn die Geburt ihres Söhnchens Luke Jason, der am 27. Dezember um 8.45 Uhr als letztes in der Weilburger Klinik geborenes Baby das Licht der Welt erblickt hat, macht sie glücklich.

n Die Hebammen sagen Danke - und sind traurig, dass die Station geschlossen wird

"Luke deshalb, weil der Papa und Oma Hortense absolute Starwars - Fans sind", verrät die frohe Mama. Weil sich Luke Jason nicht, wie erwartet, am 23. Dezember auf den Weg in die Welt machte, wurde er vier Tage später von Dr. Asmus Seifert zusammen mit Hebamme Barbara Seifert per Kaiserschnitt "geholt". Stolze 2850 Gramm bringt das 50 Zentimeter große Baby auf die Waage.

Die Eltern haben sich übrigens über das Internet kennen gelernt: Beide wirkten aktiv als Moderatoren beim derzeit nur aus der Konserve gespeisten Internetradio "SoundRocket" mit; Björn ist Mitbegründer des Senders.

Im Sommer 2005 ergab es sich, dass sich die damals 20-jährige "Ria" alias Maria Gorn aus Berlin und "Messi" alias Björn Messinger aus Wolfenhausen durch "SoundRocket" kennenlernten: Auf der Website konnten auch Spiele gespielt und im Chat Gespräche geführt werden. "Messi" fuhr im März 2006 nach Berlin. Es funkte auch in der Realität zwischen den beiden und bereits im Juli 2006 wechselte "Ria" mit ihrem Wohnsitz nach Wolfenhausen.

Geheiratet wurde am 8. Mai 2009 - und Maria hat im Weilmünsterer Ortsteil ihr Glück gefunden. Heimweh gibt es keines, denn die Familien besuchen sich regelmäßig gegenseitig.

Das Hebammenteam des Weilburger Krankenhauses möchte sich zum Abschied bei all seinen Freunden und Bekannten und vor allem bei den Eltern für die enge Verbundenheit und Unterstützung bedanken. Viele Freundschaften haben sich in diesen Jahren entwickelt.

Und auch den Kolleginnen und Kollegen im Haus - vorrangig den Schwestern und Kinderschwestern der gynäkologischen Geburtshilfestation sowie den Teams von OP, Anästhesie und Labor - sowie allen, mit denen sie jahrelang zusammen gearbeitet haben, sagen sie "herzlichen Dank".


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