Hundehaltung wird teurer

PARLAMENT Steuern steigen für das erste Tier von 36 auf 48 Euro
Ab Januar 2014 wird die ...

Zehn Ja-Stimmen, neun Nein-Stimmen und eine Enthaltung - das Ergebnis bei der Abstimmung über die Anhebung der Hundesteuer fiel knapp aus.

Die SPD-Fraktion sprach sich gegen eine Anhebung der Steuer aus. "Bei der Haupt- und Finanzausschusssitzung am 10. April haben wir dieses Thema ausführlich beraten", sagte Ernst Schäfer, Vorsitzender der SPD-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Bereits im Ausschuss habe sich die SPD gegen eine Erhöhung ausgesprochen. Schäfer sagte, bei der Erhöhung werde die soziale Komponente außen vor gelassen. Gerade für ältere Menschen sei ein Hund ein wichtiger Gefährte.

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"Die Hundesteuer sollte für den ersten Hund bei 36 Euro bleiben", so Schäfer. Menschen, die auf die Hilfe eines Hundes angewiesen sind, seien sowieso von der Steuer ausgenommen, sagte Christian Harms, FWG/FDP-Fraktionsvorsitzender.

Ab Januar 2014 müssen Hundehalter für den ersten Hund statt 36 Euro künftig 48 Euro im Jahr bezahlen, für den zweiten Hund 96 Euro, anstatt wie bisher 72 Euro. Der dritte und jeder weitere Hund schlägt mit 144 Euro anstatt mit 120 Euro zu Buche. Die Hundesteuer für Kampfhunde steigt von 300 auf 600 Euro.

Halter bezahlen in Limburg den höchsten Steuersatz

In Brechen, Selters, Weilburg und Weinbach bezahlen Hundehalter bereits diese Steuersätze, nur in Limburg ist die Hundehaltung noch teurer, dort bezahlen Halter für den ersten Hund 54 Euro, den zweiten 120 Euro und jeden weiteren 180 Euro.

In Runkel und Waldbrunn kommen Hundehalter am günstigsten weg. Dort kostet der erste Hund 24,60 Euro.

"Kommunen mit defizitärer Haushaltslage sind gehalten, turnusgemäß eine Überprüfung der Steuersätze vorzunehmen", heißt es in der Sitzungsvorlage. Deshalb sei ein Vergleich mit verschiedenen Kreiskommunen gemacht worden.

Steuerbefreiung wird auf Antrag gewährt für Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfloser Personen dienen.

Ebenso von der Hundesteuer befreit sind Diensthunde von Polizei- und Zollbeamten, wenn diese auf Weisung des Dienstherrn in den Haushalt aufgenommen werden und die Unterhaltungskosten hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln bestritten werden. Auch sogenannte Gebrauchshunde, die auf einen landwirtschaftlichem Betrieb Herden bewachen und Tiere von Forstbeamten sind von der Hundesteuer ausgenommen, ebenso Hunde, die in Tierheimen untergebracht sind.

Ein Hundehalter ist verpflichtet, einen Hund innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahme bei der Gemeinde Weilmünster schriftlich anzumelden. Auf dieser Anmeldung müssen die Rasse, die Abstammung, Geburtsdatum, Anschrift und der Name des Tieres angegeben sein. Jeder angemeldete Hund bekommt eine Hundesteuermarke, die Eigentum der Gemeinde bleibt.

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Dokument erstellt am 16.04.2013 um 17:07:00 Uhr
Letzte Änderung am 16.04.2013 um 20:11:23 Uhr
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