Kardinal Marx: Transparenz gilt auch für Bischöfe

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
Der Bischof Franz-Peter ... | Foto: dpa

Er widersprach zudem im Interview mit der Wochenzeitung «Die Zeit» (Donnerstag) Einschätzungen, erst die Medien hätten den Bischof in Bedrängnis gebracht. «Medienkampagnen laufen ins Leere, wenn da nichts ist», sagte er demnach. Deshalb seien Aufklärung und Offenheit so wichtig. «Im übrigen gelten auch für Bischöfe wie für alle Gläubigen die Gebote von Transparenz und Wahrhaftigkeit», wird der katholische Erzbischof von München und Freising weiter zitiert.

Kardinal Reinhard Marx
Kardinal Reinhard Marx. Foto: ... | Foto: dpa

Unterdessen hat Kurienkardinal Giovanni Lajolo seinen Besuch in Limburg fortgesetzt. Über die Gespräche wurde auch am Mittwochvormittag nichts bekannt. Der Gesandte von Papst Franziskus macht sich seit Montag ein Bild von der Situation in der Diözese. Er will während seines mehrtägigen Besuches unter anderem mit dem Domkapitel, Vertretern des Diözesansynodalrates und des Priesterrates reden. Tebartz-van Elst wird von seinen Kritikern ein autoritärer Führungsstil und Verschwendung vorgeworfen.

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Dokument erstellt am 11.09.2013 um 12:35:00 Uhr
Letzte Änderung am 14.09.2013 um 22:32:39 Uhr
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Kommentare (1)
Die Reformbewegungen in der katholischen Kirche fordern seit Jahren im Bistum Limburg Transparenz. Insbesondere bezüglich der Finanzen. Gleich, ob es sich um Kirchensteuergelder oder um Gelder des bischöflichen Stuhls mehr
handelt, das Kirchenvolk hat ein Recht darauf zu erfahren, wie und wo Gelder eingesetzt werden.

Kardinal Marx -selbst auch nicht ganz ohne den einen oder anderen Flecken auf der Weste- sieht die Situation durchaus pragmatisch: Es ist keine Medienkampgane, es ist keine Spiegel-Kampagne gegen den Bischof Tebartz-van Elst in Limburg. Die Probleme hat sich der Oberhirte selbst gemacht. Es passt nicht zu einem Kirchenvertreter, in der Ersten Klasse nach Indien zu den Ärmsten der Armen in den Steinbruch zu fliegen. Es passt auch nicht zu einem Kirchenvertreter, ein diözesanes Zentrum auf dem Domfelsen in Auftrag zu geben. Jeder Hoch- und jeder Tiefbauer hätte ihm vorher sagen können, dass in den Felsen hineingebaut erheblich teurer wird, als ein Bau im Erdreich.

Demut und Kommunikation sind gefragt. Die Karriere ist hier in Limburg beendet - es wird nun Gras über die Sache wachsen (oder auch nicht) und dann wird der Limburger Bischof einen Lehrstuhl im Ausland annehmen. Wetten, dass ....?
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