
Zu sehen sind sie in der Ausstellung "Spiel von Licht und Schatten" im Vikariehaus Probbach, die am Wochenende mit einer Vernissage eröffnet worden ist.
Beim Warten auf den richten Zeitpunkt wird auch mal das Mittagessen kalt
Nachdem bereits die malenden Künstlerinnen aus Mensfelden im Vikariehaus ausgestellt haben, gelte die Aufmerksamkeit der Besucher in den kommenden Wochen den fotografischen Werken von Walter Kees, erklärte die Vorsitzende des Fördervereins Vikariehaus, Inge Drossard-Gintner. Dessen Begeisterung fürs Fotografieren sei schon früh geweckt worden, bereits als Kind habe er mit der Fotokiste des Vaters, einem viereckigen Apparat mit zwei Linsen, Bilder von der Familie, Blumen oder Landschaften gemacht.
Im Jahr 1960 erwarb der heute 76-Jährige seine erste Spiegelreflexkamera, um damit vorwiegend Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Vereinsfesten oder Landschaften zu machen. Als Leiter der Qualitätssicherung eines Unternehmens, der unter anderem Industriefotos sowie Aufnahmen für Prospekte und Kataloge erstellte, verband er Beruf und Hobby.
Seine Leidenschaft fürs Fotografieren führte dazu, dass er Kameras sammelte und auch Workshops, Fotobörsen oder Fotokurse besuchte. Das digitale Fotografieren entdeckte Walter Kees für sich allerdings erst vor etwa fünf bis sechs Jahren. Neben verschiedenen Ausstellungen, an denen er bisher teilgenommen hat, war er auch bei Fotowettbewerben erfolgreich.
Die Idee zur Ausstellung in Probbach sei auf dem Dorffest in Mensfelden entstanden, erklärte der Fotograf. Eine gewisse Qualität der Bilder vorausgesetzt sei es nicht leicht, den Geschmack des Betrachters zu treffen. Er habe sich bei der Auswahl auf Natur- und Makroaufnahmen beschränkt, die nach Jahreszeiten angeordnet im Vikariehaus zu sehen sind.
Morgen oder Abend, Sommer oder Winter - beim Fotografieren spiele Licht eine große Rolle, verriet Kees, und dass beim Warten auf den richtigen Zeitpunkt auch schon mal das Mittagessen kalt geworden sei.
Eines seiner Lieblingsmotive ist der Mensfelder Kopf. Das Naturparadies vor seiner Haustür fasziniert ihn und findet sich natürlich auch in vielen Aufnahmen wieder. Ehrenbürgermeister Robert Becker (CDU), der den Besuchern einen kurzen Überblick über die Historie des Vikariehauses gab, würdigte die künstlerische Leistung des Fotografen und bezeichnete die Ausstellung als echte Bereicherung für das geschichtsträchtige Gebäude. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von drei Musikvorträgen der Bläserschule Heike Schlicht.
Die Ausstellung "Spiel von Licht und Schatten" im Vikariehaus Probbach kann noch bis zum 22. Mai nach vorheriger telefonischer Anmeldung bei Inge Drossard-Gintner unter Telefon (0 64 76) 88 07 besichtigt werden.







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