Lahn überschwemmt am Samstag Weilburg

ÜBUNG Rettungsdienste trainieren zusammen in Odersbach, Kirschhofen und in der Kernstadt

Das vor einem halben Jahr in Betrieb genommene neue Hochwasserfahrzeug wird auch bei der Großübung am Samstag im Einsatz sein. (Foto: Nobbe)

Die Fabrikhalle der Weilburger Coatings droht, überflutet zu werden, die Feuerwehrstation in der Hainkaserne ebenfalls und im Bootshaus ist eine unbekannte Zahl von Jugendlichen vom steigenden Lahnwasser eingeschlossen. Allerdings nicht wirklich: Diese "Notfälle" gehören zur Hochwasser-Großübung der Weilburger Feuerwehren mit Unterstützung weiterer Rettungsorganisationen wie dem THW-Ortsverband Weilburg, der DLRG Oberlahn, dem Kreisverband Oberlahn des Deutschen Roten Kreuzes und dem Reservistenverband Rheingau-Hessen-Nassau. Sie alle werden unter der technischen Einsatzleitung der Feuerwehr ab acht Uhr morgens im Einsatz sein und die inszenierten "Notfälle" abarbeiten. Außerdem wird eine vermutlich in die Lahn gestürzte Person vermisst, und Wohnwagen treiben ab. Sandsäcke müssen befüllt und ein transportabler Flutdamm aufgebaut werden. Das DRK organisiert einen Verbandsplatz am Ahäuser Weg.

Pegelstand von 6,70 Meter

Angenommen wird ein Pegelstand an der Messstelle bei Leun von 6,70 Meter steigend, mehr als fünf Meter über dem Normalstand.

"Es ist der erste Großeinsatz dieser Art nach dem Hochwasser von 1984 mit einem Pegelstand von 6,47 Meter", erklärt Stadtbrandinspektor Armin Heberling. "Und die Hochwasser nehmen zu."

Bei der Übung soll nicht nur das reibungslose Zusammenwirken verschiedener Organisationen trainiert werden, die Einsatzkräfte sollen sich auch kennenlernen. Und zwar nicht nur an den Einsatzorten, sondern auch in der Leitung, in der alle Organisationen vertreten sind. Auskünfte wird es an diesem Tag in der Feuerwehrstation Hainallee geben. Die Bundeswehr-Reservisten beteiligen sich mit einer eigenen Übung. Sie sorgen auch für die Mittagsverpflegung und den Übungsabschluss am Nachmittag in Ahausen.

Für eventuelle Einsätze hält die Feuerwehr einen Löschzug aus fünf Fahrzeugen bereit und das DRK einen Rettungswagen.


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