Michael Franz ist der neue Chef im Beselicher Rathaus

STICHWAHL CDU-Kandidat holt im zweiten Anlauf 58,6 Prozent in Beselich

Bürgermeisterwahl in Beselich

Die Wahlergebnisse

Michael Franz (Mitte) hat sich bei der Stichwahl in Beselich durchgesetzt.

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Franz entscheidet Stichwahl für sich

Der 49-jährige Verwaltungsfachmann aus Fussingen setzte sich im zweiten Anlauf mit 58,6 Prozent der Stimmen gegen Rudolf Stupinsky, den einheimischen Kandidaten mit SPD-Parteibuch, durch. Stupinsky kam auf 41,4 Prozent.

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Das Interesse der Beselicher Bürger am Wahlergebnis war groß. Etwa 150 fieberten im Bürgerhaus Obertiefenbach dem Ende der Auszählung entgegen. Das erste Ortsteilergebnis trudelte gegen 18.22 Uhr ein. Es kam aus Heckholzhausen.

Franz würde seinen Dienst in Beselich gern am 1. April antreten

Dort hatte Stupinsky im ersten Wahlgang die Nase vorn, dort wollte er zulegen, was ihm auch gelang. Doch Franz hatte noch kräftiger zugelegt und Stupinsky sogar überholt.

Die Enttäuschung darüber stand Stupinsky am Sonntag ins Gesicht geschrieben, der umgeben von Ehefrau und Kindern die Auszählung im Bürgerhaus verfolgte. "Dass es in Heckholzhausen so ausgeht, damit hatte ich nicht gerechnet", sagte er später.

Auf das Ergebnis in Heckholzhausen folgten im Fünfminutentakt die Ergebnisse der drei anderen Ortsteile und das der Briefwähler. Franz machte überall das Rennen. Selbst in Stupinskys Wohnort Obertiefenbach. Am Ende hat Franz die Wahl mit einem Vorsprung von 377 Stimmen gewonnen.

Kurz nachdem dies feststand, betrat dann auch Franz selbst den Saal unter Jubelrufen und Applaus. Er sagte, dass er überwältigt sei von dem Ergebnis, dass er sich auf die Aufgaben freue, die in Beselich auf ihn warten. Er dankte CDU und Bürgerliste für die Unterstützung und lud schließlich die Anwesenden ein, mit ihm zu feiern, was ihm einen zweiten Beifallssturm einbrachte.

Rudolf Stupinsky äußerte sich kurz nach der Verkündung des Wahlergebnisses enttäuscht. "Ich hatte mehr erwartet", sagte er kurz angebunden. In den kommenden Tagen wolle er sich mit seiner Partei zusammensetzen und analysieren, woran es gelegen hat.

Der künftigen Zusammenarbeit zwischen ihm, dem Beigeordneten, und Franz, dem Bürgermeister, sehe er gelassen entgegen. "Ich bin ein guter Verlierer. Das habe ich beim Fußball gelernt. Auf die eine Niederlage mehr kommt es dann auch nicht mehr an."

Stupinsky war dann auch einer der Ersten, die Franz zum Wahlsieg gratulierten. Ihm zuvor kamen allerdings die Bürgermeister der Nachbargemeinden, darunter Thomas Scholz (Mengerskirchen), Lothar Blättel (Waldbrunn), Werner Schlenz (Brechen), Hubert Lenz (Elbtal) und Michael Ruoff (Hadamar).

Beselichs Erster Beigeordneter Dieter Ludwig (CDU) sagte, er sei vom Ergebnis begeistert und dass es ein großer Vertrauensvorschuss seitens der Beselicher Bürger sei. "Ich hätte nie gedacht, dass Franz in allen vier Ortsteilen vorne liegt."

Ähnlich äußerte sich auch Franz selbst. Erst als das "überragende" Ergebnis aus Niedertiefenbach verlesen worden sei, habe er tatsächlich an den Sieg geglaubt.

Am 1. April würde er gerne seinen Dienst in Beselich antreten. "Das muss ich jedoch zunächst mit meiner Amtsleiterin in Wiesbaden besprechen." Und auch wenn ihn CDU und Bürgerliste im Wahlkampf unterstützten, wolle er künftig mit allen Beselicher Fraktionen zusammenarbeiten, versicherte er. "Bei mir wird es immer um Sachfragen gehen."

Stimmen zur Wahl lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Weilburger und des Nassauer Tageblatts (Montag, 24. Februar).


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Kommentare (1)
So ein Aufriss für einen Bürgermeister für ca.5500 Einwohner!
Da haben manche Stadtteile mehr Einwohner.
Was das alles kostet !
Also alte Zöpfe abschneiden und Gemeinden zusammenlegen, was könnte man dann Geld sparen!!!
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