SPD sagt "Jein" zum Förderverein

MEHRZWECKHALLE Zu großes Risiko bei baulichen Maßnahmen?
Das Sorgenkind in Münster ist ... | Foto: zi

Allerdings mit der Einschränkung, dass dieser Verein nicht die Gesamtverantwortung für den Betrieb der Halle übernimmt, deren älterer Teil seit Monaten gesperrt ist.

Ortsvorsteherin Elke Papke sagte: "Bei einer gewünschten Laufzeit eines Pachtvertrages von 15 Jahren sehen wir vor allem in möglichen baulichen Maßnahmen ein unkalkulierbares Risiko".

Die Sozialdemokraten haben sich dabei vor allem von einer Umfrage leiten lassen, die Daniel Hautzel und Patrick Hofmann im Internet und per Telefon in Münster durchführten und an der sich 317 Bürger vor allem in der Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren beteiligten.

96,9 Prozent bejahten die Frage, ob eine sanierte Halle für den Ort wichtig ist, eine Mehrheit plädiert dabei für eine statische und energetische Sanierung. Die Kosten für diese Variante, die nicht nur die aktuellen Schäden behebt, werden aber auf eine Million Euro geschätzt und sind derzeit nicht bezahlbar.

Auf die Frage, ob sie bereit sind, sich in einem Förderverein zu engagieren, antworten 57,8 Prozent mit "Ja". Wenn der Förderverein aber die komplette Verantwortung für die Halle übernehmen soll, sinkt die Zustimmungsrate auf rund 30 Prozent.

Die nächste Informationsveranstaltung zum Thema Förderverein ist für den 14. November um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle geplant. Es sollen vor allem rechtliche Fragen behandelt werden.

n Am 8. November ist die Mehrzweckhalle ein Thema im Parlament

Bereits am Donnerstag, 8. November, 19.30 Uhr, Gaststätte "Zum Taunus" in Haintchen, ist die Sanierung der Mehrzweckhalle Münster ein Tagesordnungspunkt im Parlament. Der Gemeindevorstand schlägt folgendes vor: Die Gemeinde Selters setzt die statische Ertüchtigung (Nutzbarmachung) der Halle mit geschätzten Kosten in Höhe von 270 000 Euro zeitnah um und bezuschusst die Betriebskosten, die dem Förderverein etwa in den folgenden drei Jahren entstehen.

Nach der Neueröffnung übernimmt der Förderverein (möglicherweise in enger Kooperation mit dem Turnverein und dem Gesangsverein) die Gesamtverantwortung für den Betrieb.

Bürgermeister Bernd Hartmann (parteilos) begründet: "So wie es auch in ähnlicher Weise in Niederselters, Eisenbach und Haintchen der Fall ist. Weitere Investitionen, die durchaus seitens der Gemeinde bezuschusst werden können, trägt der Förderverein. Mit dieser Lösung wäre eine frühestmögliche weitere Nutzung durch die Vereine und die Bürger möglich."

Ursprünglich sollte das Thema auch am Montag während einer gemeinsamen Sitzung der Parlamentsausschüsse behandelt werden. Es wurde jedoch vertagt, da die CDU-Fraktion, die im Parlament über die absolute Mehrheit verfügt, nach Aussage ihres Vorsitzenden Wolfgang Sandner erst am heutigen Mittwoch darüber berät.

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Dokument erstellt am 30.10.2012 um 15:44:28 Uhr
Letzte Änderung am 30.10.2012 um 18:10:51 Uhr
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