
Die Freisprechung wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung im Landgasthaus Rudolph in Allendorf gefeiert, um damit den Stellenwert der Berufsausbildung der Branche zu dokumentieren. In Vertretung des erkrankten Obermeisters Heinz Erlemann begrüßten dessen Stellvertreter Lothar Grollius und der Sprecher der Prüfungsausschusses, Jörg Friedrich, die Junggesellen sowie deren Familienangehörigen und Freundinnen.

Friedrich ging dabei auf die Bedeutung und den Wandel des Berufsbildes Kraftfahrzeugmechatroniker ein, das - kaum zehn Jahre alt - von der Weiterentwicklung eingeholt und schon wieder neu gestaltet werden soll. Mit einer Neuordnung, in der Begriffe wie Hochvolttechnik, Hybridantriebe oder Fahrer-Assistenzsysteme noch stärker an Bedeutung gewinnen sollen.
Die Ausbildung im Kraftfahrzeughandwerk habe einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Die Ausbildungsbetriebe leisteten einen beachtlichen Beitrag, jungen Menschen eine gesellschaftliche Perspektive zu geben und für einen der modernsten Handwerksberufe zu begeistern.
Die Junggesellen hätten in den vergangenen Tagen erfahren, dass mit der Gesellenprüfung ihre Aufnahme in den Betrieb nicht zwangsläufig gesichert sei und freie Stellen nicht gesät seien wie Sand am Meer. Es gebe aber zurzeit gute Chancen eingestellt zu werden, denn viele Betriebe suchten - bedingt auch durch den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft - qualifizierte Mitarbeiter. Allerdings sei die bestandene Gesellenprüfung nicht ausreichend, um im erlernten Beruf oder bei anderweitiger Orientierung auf Dauer bestehen zu können. Darum sei es wichtig, das Grundwissen in technischen Vorgängen, dem Umgang mit Fahrzeugen, der Teamfähigkeit und in der Dienstleistung am Kunden fortzubilden, legte Friedrich den Absolventen ans Herz.
Auszubildende haben auch in französischen Werkstätten gearbeitet
Friedrich würdigte die Leistungen der vier Innungsbesten, die im Spätsommer in Frankfurt beim Hessischen Landesentscheid den Kreis Limburg-Weilburg vertreten werden.
Zusammen mit dem stellvertretenden Obermeister Lothar Grollius, dem Geschäftsführer der Handwerkskammer, Stefan Laßmann und Fachbereichsleiter Thomas Dick-Freppon von der Friedrich-Dessauer-Schule (FDS) überreichte Friedrich die Urkunden und Präsente.
Besonders bemerkenswert sei es, dass drei der Besten aus dem Bereich Nutzfahrzeuge und aus dem Betrieb Werner Orth (Obertiefenbach) kommen, der mit dem Wanderpokal der Innung für den Ausbildungsbetrieb mit dem innungsbesten Prüfling ausgezeichnet wurde.
Thomas Dick-Freppon gratulierte namens der Schulleitung und des Fachbereichs Fahrzeugtechnik und hob die gute Zusammenarbeit zwischen der FDS und der Kfz-Innung hervor, die die Schule auch bei Aktivitäten unterstütze, die über den Unterricht hinausgingen. Beispielsweise bei einem Schüleraustausch mit Frankreich, bei dem sieben der Prüflinge drei Wochen in Metz verbrachten und dort unter anderem in französischen Werkstätten gearbeitet haben.
Jeder dieser Schüler habe eine gemeinsame Urkunde des französischen und deutschen Wirtschaftsministeriums erhalten. Die Teilnahme am Shell Eco Marathon sei ein weiteres Beispiel, wie sich Auszubildende in ihrer Freizeit engagierten. Zusammen mit zwei Lehrerkollegen habe er in Kassel an einem Hochvoltlehrgang teilgenommen Die Dessauer-Schule erhalte demnächst ein Hochvoltfahrzeug und könne dann auch entsprechenden Unterricht erteilen.
Das mache deutlich, dass die Forderung nach lebenslangem Lernen keine leeren Phrase sei. So sei auch jeder der Absolventen angehalten, sein Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten, damit er auf dem Arbeitsmarkt eine Zukunft habe.
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Das sind die Namen der 35 Junggesellen der Kfz-Innung (Ausbildungsbetriebe in Klammern):
Bei der Sommerprüfung Bester war Jonas-Ismael Sosajev (Stahlhofen) vom Betrieb Orth Automobile, Obertiefenbach. Die weiteren Absolventen: André Falck, Bad Camberg (Auto Pabst, Bad Camberg); Christopher James Gerardo, Weilburg (Autohaus Offenbach, Weilburg); Jens Kasper, Bad Camberg (Oliver Schaffer, Hadamar); Bünyamin Özdemir, Bad Camberg (Yusuf Özdemir, Bad Camberg); Dominic Pribas, Hünfelden (Autohaus Goldener Grund, Dauborn GmbH); Artur Roh, Runkel (Autohaus Limberger, Bad Camberg); Yannik Walli, Selters (Autohaus Limburg, Limburg).
Bei der Winterprüfung waren der Innungsbeste Philipp Schneider, Obertiefenbach und der Drittbeste Manuel Schmidt, Weinbach (beide Orth Automobile, Obertiefenbach). Zweitbester wurde Kevin-Sidney Büttner, Hünfelden (KBM Motorfahrzeuge, Limburg). Die weiteren Absolventen sind: Marcel Bautz, Merenberg (Autopartner Weilburg); Niklas Becker, Ennepetal (Schäfer Automobile Limburg); Kai Brötz, Runkel (Walter Friebe, Runkel); Daniel Buff, Weilburg (Schäfer Automobile, Weilburg); Patrick Diehl, Weinbach (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Limburg); Alex Dreher, Limburg (Pit-Stop Systempartner, Limbuurg); Burak Esen, Aarbergen (Thomas Nutzfahrzeuge, Limburg); Kim Steven Gauger, Weilburg (Thorsten Knorz, Weilburg); Shpresim Govori, Hadamar (Johann Schmidt KG, Thalheim); Daniel Hass, Beselich (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Limburg); Benjamin-Boris Hofmann, Bad Camberg (Auto-Müller, Würges); Luigi Lrimonte, Weilmünster (Thomas Hautzel Automobile, Münster); Viktor Justus, Diez (Wolfgang Blattner, Frickhofen); Daniel Kah, Niederbrechen; Heiko-Paul Schmidt, Hadamar); Daniel Keck, Weinbach (Orth Automobile, Obertiefenbach); Nico Kissel, Weilburg (Gerd Mathiszik, Mengerskirchen); Philipp Kleiber, Idstein (Autohaus Marnet Bad Camberg); Alkan Köksal, Staffel (Volkswagen Zentrum, Auto Bach, Limburg); Florian Marx, Brechen (Autohaus Erlemann Villmar); Torsten Nessi, Hadamar (Autohaus Gresser, Limburg); Markus Preiß, Obertiefenbach (Josef Hamm, Obertiefenbach); Christian Reuter, Bad Camberg (Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft , Limburg); Heiko Stahlhofen, Hundsangen (Autohaus Wilhelm Schäfer, Limburg) und Patrick Zey, Langendernbach (Alexander Speier, Limburg).







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