Vandalen beschädigen Bender-Auto

An dem in einem Carport der Limburger Leo-Sternberg-Schule an der Straße "Im Ansper" abgestellte Auto wurde der Lack zerkratzt und auf die Heckscheibe ein großes Hakenkreuz geschmiert.

Reiner Bender hat danach Anzeige bei der Limburger Polizei wegen Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet. Sein Bruder Ralf sagte, diese Reaktion zeige, was Zivilcourage zur Folge habe, die nicht die volle Rückendeckung finde.

Der im Rollstuhl sitzende, querschnittsgelähmte Lehrer Reiner Bender hat sich gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Ralf Bender die kompromisslose Beseitigung von Nazi-Aufklebern und rechtsradikalen Schmierereien zur Aufgabe gemacht.

Prozess ist Thema auch im Parlament

Der Zivilprozess, den die Stadt Limburg gegen Ralf Bender wegen Besprühen von rechtsradikalen Aufklebern gewonnen hat, hat nun erstmals die Stadtverordnetenversammlung beschäftigt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Rompf sagte zu der deutschlandweit geführten Diskussion um rechtsradikale Schmierereien: "Völlig unabhängig von der Frage, wer im Recht ist, sollten wir uns gemeinsam die Frage stellen, was wir besser machen und wie wir zukünftig wirksam gegen die Aufkleber und Schmierereien vorgehen können."

Vor dem Hintergrund der gerichtlichen Auseinandersetzung erklärte Rompf: "Man muss den Blick in die Zukunft richten und nicht in die Vergangenheit. Vielleicht wäre es auch ein Angebot an die Brüder Bender als gegnerische Partei, wenn man gemeinsam ein zukünftiges Vorgehen festlegen würde. Darüber solle der Magistrat nachdenken, regte der SPD-Vorsitzende an.

Ralf Bender hat nach dem Urteil einen Monat Zeit, Berufung am Landgericht einzulegen, was er bereits angekündigt hat. In der zweiten Instanz wird sich die von Landgerichtspräsident Ullrich geführte Zivilkammer mit dem Fall befassen.


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