Was war in der Fleischwurst?

MYSTERIÖSER FUND Hundehalter sind um ihre Tiere besorgt

Besorgte Tierschützer warnen in der Gemarkung Staffel Richtung Aull Hundehalter vor möglichen Giftkötern.

Sie haben den Verdacht, dass ein Zeitgenosse verhindern will, dass Hunde nicht mehr ausgeführt werden sollen, und deshalb Giftköder ausgelegt würden.

Die Limburger Polizei war eingeschaltet worden. Von dort wurde der mysteriöse Fund an das Veterinäramt weitergeleitet, das ihn zur Analyse an ein Labor übermittelt hat. Nach Angaben des Limburger Veterinäramts liegt noch kein Befund vor, so dass abgewartet werden muss. Die Polizei selbst hat nach Auskunft ihres Pressesprechers Uwe Meier keine Handhabe, weiter tätig zu werden.

"Den Tatbestand einer versuchten Sachbeschädigung oder eines versuchten Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gibt es weder im Strafrecht noch im Ordnungswidrigkeitsrecht", sagte Meier. Die Polizei komme erst ins Boot, wenn ein Schaden eingetreten sei. Sodann stelle sich noch die Frage, ob ein Hund einen Köder an besagter Stelle gefressen habe.

Auch das Limburger Ordnungsamt sieht nach derzeitigem Sachstand keine Handhabe, entsprechend tätig zu werden. Unterdessen schießen bei Hundehaltern und weiteren Tierfreunden die Spekulationen ins Kraut. Wollte jemand Hundehaltern nur Angst machen - oder verhindern, dass die Tiere in der Feldflur ihren Kot hinterlassen? Haben sich Jogger oder Radfahrer über frei umherlaufende Hunde geärgert?

Viele Leute trauen sich nicht mehr, mit ihren Hunden spazieren zu gehen

Gerade der besagte Bereich zwischen Staffel und Aull wird von Freizeitsportlern und Hundehaltern intensiv genutzt, was mitunter zu Konflikten führt. Anfang Dezember berichtete die Diezer Polizei von einem Jogger, der im "Schirlinger Feld" zwischen Limburg-Staffel und Diez gegen einen Hundebesitzer gewalttätig wurde. Der Läufer war zweimal einem Diezer Hundebesitzer begegnet, der seine Vierbeiner frei laufen ließ und sie bei seiner Ankunft am Halsband festhielt. Habe der Jogger den Halter bei der ersten Begegnung nur beschimpft, so habe er ihm beim zweiten Mal mit zwei Faustschlägen ins Gesicht einen Nasenbeinbruch und Prellungen zugefügt.

Viele Leute trauen sich nach dem verdächtigen Fleischwurstfund nicht mehr, mit ihren Hunden herauszugehen. Die Limburger Tierheimleiterin Adelheid Noble berichtete von mehreren besorgten Anrufern. Sie hat nach mühsamen Recherchen auch herausgefunden, dass die angebliche Äußerung einer Hundebesitzerin über fünf tote Hunden im Bereich Hahnstätten nachweislich nicht zutreffe. Wohl habe ein Hund Rattengift gefressen, aber gerettet werden können.


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