Windkraft bringt mehr Ertrag als geplant

ENERGIEWENDE Drei Anlagen produzieren kräftig Strom

Produzieren kräftig Strom: die Windräder am Knoten. (Foto: Beuster)

Bürgermeister Thomas Scholz (CDU) hat in der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments über den Zählerstand der drei Windkraftanlagen berichtet, die zum Teil in Händen einer Bürgergenossenschaft sind.

Insgesamt seien 25 071 551 Kilowattstunden Strom von den Anlagen erzeugt worden. Abzüglich des sogenannten Kabelverlusts seien die übrig gebliebenen 24 654 020 Kilowattstunden ins Netz eingespeist worden.

Gewinne werden geteilt

Dies stelle einen Überschuss gegenüber dem geplanten Ertrag von 1 958 020 Kilowattstunden dar, erklärte der Bürgermeister.

Gute Nachrichten also in finanzieller Hinsicht für die Gemeinde. Bei einem Einspeisepreis von 8,79 Cent pro Kilowattstunde würde dies einem Erlös von 2,2 Millionen Euro entsprechen. Allerdings ist für eine Anlage, die erst nach einem Stichtag für das Jahr 2015 in Mengerskirchen fertiggestellt worden war, ein geringfügig geringerer Einspeisepreis zu erwarten. Von den Einnahmen sind zudem die Kosten abzuziehen.

Gewinne teilen sich Gemeinde, Betreiber und Genossenschaft. Diese wird die Genossen in Form von Ausschüttungen am Gewinn beteiligen. (br)


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Kommentare (6)
man könnte hier richtig dagegenhalten!
Was heißt z.B. herkömmliche Kraftwerke würden nicht richtig zurückgefahren, haher sei zu viel Strom im Netz?
Ich weiß nicht was Sie beruflich gemacht haben. Wären Sie mehr
Maschinenbau-Ing., dann wüssten Sie, dass man schwere Maschinen (hier Läufer/Generatoren mit Gewicht von vielen Tonnen nicht so einfach herunter fahren kann (s. Stribeck-Kurve). Deshalb kann man sie nur etwa auf 40 - 50% abregeln sonst gibt es einen riesigen Lagerschaden. Wenn man das aber alles nicht kennt, kann man leicht daher schwadronieren!
"Wissen ist Macht" genau so wie das alte chinesische Sprichwort "Reden ist leichter als etwas zu sagen"! Ein guter Rat - sich umfassend informieren
@"Hecht"

Welche Prognose von 26.000 MWh ?
Prognostiziert waren 23000 MWh !
Lieber "Hecht",
8,x Cent Erzeugungskosten / kWh, ich bitte Sie, das ist doch ein mehr als fairer Preis für absolut umweltfreundlich ohne Verbrennung erzeugten Strom ? Weitgehend emissionsfrei ? Und das für beide Seiten, mehr
Verbraucher und Erzeuger ? Und wie in diesem Fall mit einer zusätzlicher Wertschöpfung regional in Mengerskirchen ? Entscheidend ist doch am Ende was von der Politik daraus gemacht wird oder nicht ? Und ein ehemaliger Umweltminister der von Energiesparen redet und bei sich selbst zuhause noch auf Stand 1970 bei der Gebäudetechnik ist und nichts dagegen tat und tut ? Ich weiss nicht ob man den unbedingt als großes Vorbild zitieren sollte.
Lieber toller "Hecht"

leider hatte ich mich verrechnet, die Vollaststunden liegen in Mengerskirchen rechnerisch deutlich über 3400 bei einer Nennleistung der 3 Anlagen von 7,2 MW.
Die BI Mengerskirchen hatte jedoch mehr
groß "getönt" sinngemäß dass maximal 1500 richtig wären.
Ja, ich freue mich über jede neu in Betrieb gehende WEA und das immer noch , das lasse ich mir auch nicht von ihnen nehmen.
Hierzulande, also in Hessen / RLP wird kaum etwas "verschenkt". Die Netzlast liegt noch immer deutlich höher als die maximale Stromproduktion der EE. Bundesweit ! Der Rest ist nur das Abschalten / Regeln von konventionellen Kraftwerken und der rechtzeitige Netzausbau. Was den Ausschlag gibt , falls zuviel Stromangebot im Netz sein sollte sind ungenügend zurückgefahrene konventionelle Kraftwerke. Der Verbraucher bekommt die viel zu hohe EEG-Umlage abgeknöpft, der sollte sich mal an der richtige Adresse beschweren, denn die Summe der gezahlten EEG-Umlage liegt ausgewiesener Maßen schon lange sehr viel höher als die Summe der ausgezahlten Subventionen für EE-Strom.
Wie kann das sein ? Da sollte man die regierenden Politiker fragen !
Das ist wohl einzig der eingeführten Berechnungsmethode geschuldet und die Industrie ist bei der Umlage sowieso schon außen vor gelassen worden. Wünsche nach Interessen von bestimmten Wirtschafts-Gruppen werden eben immer gerne erfüllt.Auch wird bundesweit kaum etwas an Windstrom in Relation zur derzeit möglichen Erzeugungsleistung "verschenkt". wenn etwas verschenkt wird dann weil billige und dreckige Kohlekraftwerke auf Hochtouren laufen und nicht ausreichend zurückgefahren werden. Das System welches man zur Regulierung politisch geschaffen hat wirkt schon längst nicht mehr auf die Betreiber von konventionellen Kraftwerken regulierend ein, das ist aber politisch so gewollt.
Für die Flaute haben wir den Mix aus EE und Speicherkraftwerke die nicht so teuer sein müssen. Was teuer ist ist aber der Strom für Haushaltskunde und kleine Betriebe in Deutschland mit den hohen Preisen der Energieversorger und all den überhöhten Abgaben die darauf liegen. Große Firmen und die Industrie profitieren schon lange vom Billigstrom für sie und das wohl auch durch das Angebot an Strom aus Erneuerbaren Energien.
Übrigens wird die Erzeugung von EE-Strom in naher Zukunft schon oreissenkend und preisdämpfend auf alle strompreise wirken, ganz einfach weil keine Brennstoffe (aus dem Ausland) benötigt werden nach Studien renommierter Institute.
Nochmal, zu den EE zählen nicht nur der Windenergieanlagen , sie sollten sich doch noch einmal besser dazu informieren ! Auch über das Preisbildungsverfahren bei der Umlage.
Lieber "derdo",

nicht zu früh freuen! - Das rel. gute Ergebniss, was mit 3287 Volllaststunden in einem überdurchschnittlich guten Windjahr zu Buche schlägte, liegt allerdings gegenüber der Prognose von 26.000 MWh mehr
trotzdem erheblich mit 1500 MWh darunter! Auch wenn das Ergebnis relativ gut war ist das kein Beitrag zum Klimaschutz, denn wenn der Wind wirklich einmal weht, dann verschenken wir den Strom aus Windkraft (derzeitige bundesweite Anschlussleistung 45 GW!) mit Beigabe von bis 1500 €/MWh und kaufen ihn dann bei Flaute für einen Horrorpreis aus Österreich oder franz. Kernkraftwerken zurück. Das alles bezahlen die Stromverbraucher mit ihrer Stromrechnung. Wie Altmaier sagte bis 2013 1 Billion Euro! Das entpricht einem Güterzug, voll geladen mit 1 Billion 1.- €-Münzen (á 7,5g) auf genormten 14 m langen Waggons bei 20 to Zuladung von 5250 km Länge - reichend von Paris bis Moskau und auf dem Gegengleis zurück!
Und trotzdem brauchen wir 70 GW Leistung aus herkömmlichen Kraftwerken, denn wenn der Wind nicht weht und es Nacht ist, ist halt "Ökoflaute"! Viel Spass beim Nachrechnen des von Menschen angereichteten Schwachsinns! Warten wir die nächsten Jahre ab....!
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