Acrylfarbe und Naturmaterialien verschmelzen

KUNST Karin Völkl stellt unter dem Titel "gegenständlich bis abstrakt" ihre neuen Werke aus

Karin Völkl arbeitet gerne mit den verschiedensten Materialien wie Marmormehl, Öl, Sand oder Asche. Gemeinsam mit den Acrylfarben entstehen Bilder mit einer typischen Rissbildung, die sich während des Schaffens noch selbst verändern. (Foto: Piplies)

Monika Würfel-Fries aus dem Vorstand des Kunst- und Kulturkreises "Palette" gab den rund 50 Besuchern der Vernissage in der "Alten Schule" eine Einführung in das Werk der Künstlerin. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgte Elisabeth Busch am Klavier.

Karin Völkl ist in Bad Endbacher Künstlerkreisen keine Unbekannte. 2009 hatte sie eine erste eigene Ausstellung im Café Dennoch, erläuterte Elvira Fietzner vom Vorstand der "Palette". Die aktuelle Werkschau im Kunst- und Kulturhaus "Alte Schule" zeigt ihre Weiterentwicklung und Liebe zu ungewöhnlichen Materialien. Im Zusammenspiel von Acrylfarbe und Naturmaterialien entstehen erkennbare Formen, aber auch abstrakte Strukturen.

2009 versah Völkl ihre Acrylbilder mit Goldbronze. Eines dieser Bilder, die "Blaue Lagune", stellte sie auf der Messe "LebensArt" in Dillenburg aus. Eine Galeristin wurde auf die Malerin aufmerksam und gab ihr den Auftrag, eine ganze Serie in dieser Technik herzustellen. Völkl holte sich bei weiteren Kunstschaffenden Anregungen für ihre Werke.

"Spannende Ergebnisse"

Außerdem wurde sie auf Jürgen Jankowsky aufmerksam. Er trägt den Künstlernamen JoDD und ist der Begründer der transformellen Malerei, erläuterte Monika Würfel-Fries. Ebenso setzte sich Völkl mit dem künstlerischem Schaffen von Gabriele Musebrink, deren Maltechnik und Malphilosophie auseinander. Kennzeichnend für diese Arbeitsweise ist die Verwendung der unterschiedlichsten Materialien wie Asche, Pigmente, Marmormehl, Öle und Harze, Leime, Beize und Wachse. Die dabei entstehenden Formen und Strukturen verändern sich noch und sind gleichsam Anregung für die schaffenden Künstler selbst.

Völkl verwendet außerdem Strukturpaste, Sand und Steine, Holzkohlenasche, Tinte, chinesische Tusche, Schellack, Graphit, Rost und getrocknete Pflanzenteile. "Bei den Strukturbildern mit Marmormehl und Acrylbinder in Spachteltechnik entstehen immer wieder neue, spannende Ergebnisse, die nicht von mir zu beeinflussen sind", erklärte die Künstlerin. Das Material beteilige sich an dem Prozess selbst und es entstehe eine typische Rissbildung.

Wenn Völkl an einem solchen Bild arbeitet, tritt sie mit dem Werk in einen Dialog, kommuniziert mit ihm und lässt dann ihre eigenen Empfindungen einfließen, erläuterte Würfel-Fries.

- Die Ausstellung von Karin Völkl ist bis zum Sommer immer mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


Die ganze Zeitung auf Smartphone oder Tablet: Testen Sie jetzt gratis unsere E-Paper-App.
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2015
Kommentare (0)
Mehr aus Region Hinterland und Marburg