Der Carport lässt auf sich warten

FEUERWEHR Unterstand für Mannschaftstransportwagen fehlt / Wehr erfreut über Brief

Die Wehrführer Marco Werner (rechts) und Lukas Schmidt (v.l.) zeichnen Manfred Winter und Carolin Fenner für ihre Arbeit in der Feuerwehr Elmshausen aus. (Foto: Valentin)

Kein Dach überm Kopf: Der Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Elmshausen steht weiterhin im Freien. Der Carport war der Wehr im vergangenen Jahr versprochen worden. (Foto: Valentin)

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Im Juni war die Wehr zu einem Brand auf dem Grundstück der Familie gerufen worden. Im Grunde sei der Einsatz schnell abgearbeitet gewesen, erinnerte sich Wehrführer Marco Werner.

Der anfangs befürchtete Wohnhausbrand habe sich als eine brennende Holzverblendung im Außenbereich erwiesen, die noch dazu von den Bewohnern mit einem Gartenschlauch gut abgelöscht wurde, bevor die Feuerwehr eintraf.

"Wir haben dann noch die Verkleidung abgenommen und den Außenbereich und den Dachüberstand mit der Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert", erzählte Werner und ergänzte: "Für uns ein ganz normaler Einsatz."

Umso mehr hätten sie sich über den kleinen Brief der Familie gefreut, die damit zum Ausdruck gebracht habe, dass sie die Arbeit der Feuerwehr keineswegs als selbstverständlich ansieht. "Und das ist für uns nicht ganz normal", so der Wehrführer. Insgesamt mussten die Wehrleute im vergangenen Jahr 14 Mal ausrücken.

Werner nahm den Brief zum Anlass, seinen Kameraden zu danken. Den Brand- und Katastrophenschutz in einer Kommune sicherzustellen, sei eine große Herausforderung.

Grundvoraussetzung sei eine ausreichend große Zahl an Einsatzkräften sowie eine gute Ausbildung, das notwendige Material und der einwandfreie Zustand von Geräten und Fahrzeugen. Vor allem aber sei Brandschutz eine Gemeinschaftsaufgabe und die werde in Elmshausen sehr gut erledigt.

Ein Lob sprach er auch der guten Arbeit der Jugendwarte aus. Sie sorgten dafür, dass stets neuer Nachwuchs in die Einsatzabteilung nachrücke. Dem Dank schlossen sich auch der Beigeordnete Gerhard Schmidt (SPD) und Ortsvorsteher Herbert Kreiner an. Sie würdigten beide den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehr, der finanziell gar nicht aufzuwiegen sei.

Jürgen Speitel und Jürgen Walter wurden ausgezeichnet

Dabei stehen die Wehrleute jedoch nicht nur bei Notfällen bereit, sondern seienauch ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Dorf, betonte Kreiner.

Ein wenig enttäuscht zeigte sich der Vorsitzende davon, dass der von der Gemeinde versprochene Carport für den Mannschaftstransportwagen noch immer nicht aufgebaut wurde. Das hätte eigentlich schon zur Jahreshauptversammlung des vergangenen Jahres der Fall sein sollen. Wie es aussieht, soll das aber in den nächsten Wochen umgesetzt werden.

Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr wurden auf der Versammlung auch zwei Mitglieder für ihre langjährige Treue zur Feuerwehr ausgezeichnet. Jürgen Speitel und Jürgen Walter sind beide seit 25 Jahren Mitglieder. Darüber hinaus wurden Carolin Fenner und Manfred Winter für die meisten Übungsstundenteilnahmen geehrt und Carolin Fenner zudem zur Hauptfeuerwehrfrau befördert.


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