Die Bilder, Figuren und Collagen von Dominik , Vanessa, Thorsten und anderen ehemalige Drogenabhängigen sind in einer Ausstellung zu sehen, die gestern zum Tag der Justiz im Biedenkopfer Amtsgericht eröffnet wurde. Die Künstler waren vor Ort, um von der Entstehung ihrer Arbeiten zu berichten und davon, wie sie in rund 100 Stunden, die ein Kurs dauert, lernten, sich auszudrücken und dadurch selbst besser zu verstehen. Zuvor hatte Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte die Besucher zum Tag der offenen Tür begrüßt, der im Rahmen des hessenweiten Tages der Justiz stattfand. "Eigentlich sind unsere Türen immer offer", sagte Schulte, denn jede Gerichtsverhandlung sei öffentlich. "Das ist auch gut so, die Justiz muss sich auf die Finger schauen lassen." Sie müsse transparent und unabhängig sein.
"Den Unterschied dazu zeigt der Blick nach Osten", sagte der Amtsgerichtsdirektor und verwies unter anderem auf die Ukraine und den Fall Julia Timoshenko, das Urteil gegen die Mädchenband "Pussy Riot" in Russland, oder die deutsche Vergangenheit und "die Staatsverrohung" während der Nazi-Zeit. "Die ungesühnten Verbrechen der Nazizeit" war deshalb eine weitere Veranstaltung am Tag der Justiz neben Diskussionen und Informationen, Theater, Musik und einem Prozess auf Hinterländer Platt.






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