
Zwei Wochen nachdem sich die Sinkershäuser von ihrer Schokoladenseite gezeigt haben, war damit am Freitag schon wieder ein Filmteam im Hinterland unterwegs und musste gleich bei den ersten Aufnahmen am eigenen Leib feststellen, was den Ort auszeichnet: jede Menge Schnee und ein schneidend kalter Wind! Kein Wunder, ist Bottenhorn doch mit 540 Metern das höchstgelegene Dorf im Landkreis. "Genau solche Besonderheiten suchen wir", erklärte Reporter Bernd Bark. Nicht den zigsten Chor, der das Hessenlied schmettert, oder die Feuerwehr bei einer Übung. "Darauf kann der Ort zwar zu Recht stolz sein", aber im Grund habe das jedes Dorf zu bieten, erklärte Bark. Interessant werde es, wenn es im Ort etwas gibt, was man eben nicht überall finden kann. Wie zum Beispiel den Eisstock-Club - ein "echter Exot unter den Vereinen", urteilte Bark und ließ das Eisstockschießen deswegen auch im Film festhalten.
Besuch auf dem bunten, "stillen Örtchen" der Grundschule
Ein besonderes "Örtchen" im wahrsten Sinne des Wortes machte das Filmteam auch in der Grundschule aus. Dort haben die Schüler die Wände und Türen ihrer Toiletten nämlich mit bunten Bildergeschichten gestaltet und für so viel Kreativität sogar einen Preis gewonnen. Da macht der Gang zum Klo gleich doppelt so viel Spaß.
Ebenso wenig darf Patrick Becker in dem Beitrag fehlen, der den Fernsehleuten eine Kostprobe seines ausgefallenen Hobbys gab. Der Bottenhorner ist nämlich Deutscher Meister im Driften und ließ die Reifen seines Wagens an der Bushaltestelle in der Ortsmitte kräftig durchdrehen.
Weitere Stationen waren etwa die Kirche, die im vergangenen Jahr Jubiläum gefeiert hat, oder auch eine Schar Kinder, denen die Kamera beim Rodeln zuschaute. Sowas geht auf dem "Dach des Hinterlands" eben häufiger, als in vielen anderen Orten. Zwischen den verschiedenen Stationen durfte Marco Herrmann den Filmbeitrag mit den Klängen seines Jagdhorns untermalen und einige Alphornbläser ließen ihre mächtigen Instrumente erklingen, während die Kamera über den Ort schwenkte.
Für Michael Rombach bedeutete der Besuch des Filmteams übrigens eine echte Feuertaufe. Vor nur etwas mehr als einem Monat hatte er die Nachfolge Erich Filippis als Ortsvorsteher angetreten und trommelte als solcher nun die Bottenhorner zusammen. Dabei zeigte sich aber einmal mehr die gute Dorfgemeinschaft. Er selbst hatte die Ziehung seines Ortes nämlich gar nicht mitbekommen, aber die Buschtrommeln haben funktioniert. "Innerhalb von zehn Minuten habe ich 50 Anrufe und 100 SMS bekommen", erzählte Rombach.
Was aus dem Besuch des Fernsehteams geworden ist, davon können sich die Zuschauer am Samstagabend in der Hessenschau selbst überzeugen.








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